Mit Stimmen der CVP, SVP und FDP hatte der Luzerner Kantonsrat die vom Regierungsrat vorgeschlagene unterrichtsfreie Woche im Dezember 2015 bestätigt. Der Kanton spart damit 4 Millionen Franken ein. Während des Unterrichtsausfalls werden die Lehrer nicht entlöhnt.

Die Gegner sprechen von "Zwangsferien". Der Verband Luzerner Mittelschullehrerinnen und Mittelschullehrer (vlm) und die Gewerkschaft vpod protestieren während der ganzen Woche auf dem Theaterplatz in Luzern mit einer Standaktion gegen die Sparmassnahme, die bedeutet, dass zur Vermittlung desselben Stoffes im Schuljahr 2016/17 weniger Unterrichtszeit zur Verfügung steht.

Der Kanton spare die Löhne der Lehrerschaft auf Kosten der Jugendlichen, heisst es in einem Flugblatt des vlm und des vpod. Die Zwangsferien seien der unwürdige Höhepunkt in einer endlosen Liste von Sparmassnahmen an den Gymnasien, Mittelschulen und Berufsschulen. Die Konkurrenzfähigkeit der Luzerner Schülerinnen und Schüler werde durch diesen Bildungsabbau gefährdet.

Der Regierungsrat plant in der Bildung für die kommenden Jahre weitere Sparmassnahmen. Die Personalverbände bezeichnen diese als kurzsichtige Sparziele, die die Qualität der Schulen gefährdeten.