Spaniens Regierungschef entlässt Wirtschaftsminister Solbes

Zapatero bildet Regierung um

Zapatero bildet Regierung um

Unter dem Druck der Wirtschaftskrise hat der spanische Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero seine Regierung umgebildet und Wirtschafts- und Finanzminister Pedro Solbes entlassen.

Durch die Wechsel im Kabinett wolle er im Kampf gegen die Krise das Tempo erhöhen, sagte Zapatero, der insgesamt sechs der 16 Ministerämter neu besetzte.

Solbes, der wegen seines Krisenmanagements und der EU-weit höchsten Arbeitslosenquote in der Kritik stand, wird durch die 67-jährige Elena Salgado ersetzt, die bislang Ministerin für öffentliche Verwaltung war.

Zapatero holte zudem zwei einflussreiche Politiker seiner sozialistischen Partei (PSOE) ins Kabinett: Der Ministerpräsident der Region Andalusien, Manuel Chaves, bekommt den Posten als dritter Vizeregierungschef und übernimmt das Ministerium für regionale Zusammenarbeit.

Der stellvertretende Generalsekretär der PSOE, José Blanco, ersetzt an der Spitze des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur die umstrittene Magdalena Alvarez.

Der Regierungschef begründete die Kabinettsumbildung ein Jahr nach seiner Wiederwahl auch mit der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Spanien im ersten Halbjahr 2010. Er habe die Wechsel in einem "wichtigen Augeblick" veranlasst, sagte Zapatero.

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