Die SP sei die einzige Partei, die bisher einem Auslandschweizer einen aussichtsreichen Listenplatz gegeben habe, sagte Guldimann am Donnerstag in Bern vor den Medien. Er werte dies als starkes Zeichen dafür, dass die Partei diesem Teil der Schweizer Bevölkerung in Bern Gehör schenken und eine Stimme geben wolle. Er selbst will mit seinem politischen Engagement "den Blick von aussen" in die politische Debatte der Schweiz einbringen.

Reine SP International-Listen existieren für die Kantone Schaffhausen, Genf und Tessin. Diesen insgesamt 13 Kandidatinnen und Kandidaten werden allerdings keine echte Chance auf einen Platz im Parlament eingeräumt, wie auch Nationalrat Carlo Sommaruga (SP/GE) vor den Medien einräumte. Ziel sei jedoch, dass die Anliegen dieser Wählergruppe besser vertreten und in die politischen Debatten integriert werden.

Zu den Forderungen der SP International gehört die Bildung eines eigenen Wahlkreises für die sogenannte "Fünfte Schweiz". Die Auslandschweizerinnen und -schweizer sollen im National- und Ständerat direkt vertreten sein. Ein entsprechendes Postulat der staatspolitischen Kommission sei kürzlich überwiesen worden.

Weitere Ziele der SP-Auslandschweizer-Sektion sind etwa die Weiterentwicklung guter Beziehungen zur EU oder der Ausbau des sozialen Sicherungsnetzes, wie dem Wahlmanifest zu entnehmen ist.

Von den mehr als 700'000 Schweizerinnen und Schweizern, die im Ausland leben, sind nach Angaben der SP 580'000 Personen wahlberechtigt - das sind mehr als in gewissen Kantonen der Schweiz. Über 140'000 von ihnen haben sich im Stimmregister eingetragen.