SP stört sich am 56-Meter-Kamin

SP stört sich am 56-Meter-Kamin

SP stört sich am 56-Meter-Kamin

Vor allem die ausgestossenen Schadstoffe und der geplante, 56 Meter hohe Kamin des geplanten Kaiseraugster Holzkraftwerks gehören weiterhin zu den Kritikpunkten der SP-Ortspartei.

Anlässlich eines Treffens zwischen der SP Kaiseraugst und der Projektleitung des geplanten Holzkraftwerks äusserte sich die Führung der Ortspartei gegenüber dem Projekt weiterhin kritisch. Die SP möchte «eine Verschlimmerung der Lebensqualität in Kaiseraugst» verhindern, beteuerte SP-Ortsparteipräsident Markus Zumbach schon Mitte Januar.

Im offenen Gedanken- und Meinungsaustausch besprach die Parteiführung diesen Punkt nun mit dem verantwortlichen Energiekonzern Axpo. «Unter anderem wurde bemerkt, dass die Schadstoffe, die gemäss geltendem Recht ausgestossen werden dürfen, auch irgendwann wieder im Boden landen würden. Dass die Hauptmenge dieser Gifte in der Nähe der Anlage niedergehen würde, sei naheliegend. Die langfristigen Folgen einer solchen Belastung können auch eine Entwertung des Eigentums zur Folge haben», schreibt die Kaiseraugster SP in ihrer Medienmitteilung.

Alternative zu 56-Meter-Kamin gefordert

Auch der geplante Kamin war Thema am Informationsaustausch zwischen der SP und der Projektleitung des Holzkraftwerkes. «Die Haltung der SP zum geplanten Kamin wurde insofern präzisiert, als zum existierenden Plan Alternativen zum Kamin zu erarbeiten seien», so die SP, «damit könnten die Ängste der Bevölkerung wegen des hohen Kamins genommen werden.» Damit ist klar, dass sich die Partei weiterhin nicht mit der Idee abfinden kann, dass das Ortsbild von Kaiseraugst künftig vom geplanten 56-Meter-Kamin geprägt wird.

Weiter wurde von der SP angeregt, dass die Axpo zusammen mit dem Gemeinderat eine weitere Infoveranstaltung in Kaiseraugst durchführen soll, da auf einige brennende Fragen inzwischen Antworten vorlägen. In ihrer Mitteilung gibt sich die SP zuversichtlich: «Mit Befriedigung stellten wir fest, dass die Axpo auch dem geforderten Grundsatz der Transparenz nachkommen will.»

Die SP hält an der Grundhaltung, dass die jetzige Gesamtbelastung in Kaiseraugst nicht zunehmen dürfe, fest: «Die heutigen technischen Möglichkeiten ermöglichen diese und die Erhaltung der Lebensqualität in allen Belangen erfordert dies.» Unter Berücksichtigung des Forderungskataloges könne sich die SP ein Holzkraftwerk nach wie vor vorstellen. Seitens der Axpo wurde zudem bekannt, dass sich der Energiekonzern bewusst sei, dass ohne die Akzeptanz durch die Bevölkerung das Kraftwerk nicht zu bauen sei. (nbo)

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