Rechsteiner werde den Nationalrat im Mai 2010 nach der Frühjahrssession verlassen, teilte die SP Basel-Stadt mit. Im Communiqué würdigte die Partei den 51-jährigen Politiker als "Meinungsführer in Energiefragen und Sozialpolitik", der sich weit über die Parteigrenzen hinaus Respekt und Anerkennung erworben habe.

Seinen Rücktritt begründete Rechsteiner vor den Medien mit der in der Basler SP geltenden Amtszeitbeschränkung von zwölf Jahren, gemäss der er bereits 2007 hätte aufhören müssen. Nun habe er sich für die Demission entschieden, weil die für ihn besonders relevanten AKW-Fragen nicht schon in der laufenden Leguislatur ins Parlament kommen.

Rechsteiner, der auch als Berater und Buchautor sowie in Lehre und Forschung tätig ist, gehört dem Nationalrat seit 1995 an. 2007 und 2003 schaffte der verheiratete Vater von zwei Kindern die Wiederwahl jeweils mit dem besten Resultat aller fünf Nationalräte des Stadtkantons.

Im Nationalrat gehört Rechsteiner der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie sowie der Aussenpolitischen Kommission an. Früher war der ehemalige Basler Kantonsparlamentarier auch Mitglied der Kommission für Wirtschaft und Abgaben sowie der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit.

Nachfolger von Rudolf Rechsteiner im Nationalrat wird der 1964 geborene Umweltnaturwissenschafter und Grossrat Beat Jans. Der frühere kantonale Parteipräsident und Vater von zwei Kindern ist auf der Basler SP-Nationalratsliste erster Nachrückender. Beruflich ist Jans Geschäftsleitungsmitglied bei Pro Natura Schweiz.

Jans sei prädestiniert, Rechsteiners Engagement für erneuerbare Energien und gegen Atomkraftwerke auf nationaler Ebene in Bern weiterzuführen, hält die SP Basel-Stadt zu ihrem neuen Nationalrat fest. Zweite Basler SP-Vertreterin in der grossen Kammer ist Nationalrätin Silvia Schenker.