Lohndebatte

SP-Nationalrat Cédric Wermuth fordert: «Politiker sollen Löhne offenlegen»

SP-Nationalrat Wermuth. key

SP-Nationalrat Wermuth. key

Der SP-Nationalrat forderte Transparenz und liess seinen Worten Taten folgen. Mit der Offenlegung seines Jahressalärs löste Wermuth nun eine Debatte aus. Der Badener geht gar noch einen Schritt weiter und verlangt gesetzliche Richtlinien.

SP-Nationalrat Cédric Wermuth legt wie versprochen seinen Jahressalär offen (wir berichteten).

Die Leser-Kommentare zu Wermuths Lohn-Aktion sind kontrovers. Von «Der vorbestrafte Hausbesetzer von der SP bekommt nun offiziell Lohn für das Erbringen keiner Leistung» bis hin zu «Würdigt die Transparenz» wird die ganze Bandbreite abgedeckt.

Der Schein trügt

Rechnet man Wermuths Auszüge zusammen, ergibt sich ein monatlicher Durchschnittslohn von 8819 Franken. «Nur», sagt der 27-Jährige, «auf dieses Salär folgen noch etliche Abzüge.»

So bleibe am Ende ein Jahreseinkommen von 80’000 Franken. Sprich: Rund 6600 Franken im Monat. «Ich bin mir durchaus bewusst, dass auch das ein guter Lohn ist», sagt Wermuth auf Anfrage der Aargauer Zeitung.

In der Vorreiterrolle

Die Aktion von Wermuth sucht auf nationaler Ebene ihresgleichen. Von keinem anderem Parlamentarier ist eine solche Form der Transparenz bekannt.

«Das muss zur Selbstverständlichkeit werden. Alle Politiker sollten ihre Löhne offenlegen», fordert der Aargauer SP-Nationalrat.

Vorstösse abgeschmettert

Bisher wurden alle Versuche, diese Forderung auch auf gesetzlicher Ebene zu verankern, im Parlament abgeschmettert. «Kein Wunder misstrauen die Schweizer Bürger den Politikern», meint Wermuth.

Trotz den (bisher) gescheiterten Vorstössen hält Wermuth an seinem Kurs fest – mehr noch: Für den Nationalrat wäre es durchaus denkbar, eine Volksinitiative darüber zu lancieren.

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