Ständeratswahlen SG
SP-Mann Rechsteiner setzt sich in St. Gallen gegen Toni Brunner durch

Paul Rechsteiner (SP) ist im Kanton St. Gallen im zweiten Wahlgang in den Ständerat gewählt worden. Paul Rechsteiner holte 54'616 Stimmen und liess Toni Brunner, SVP, knapp hinter sich. Brunner holte 53'308 Stimmen.

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SP-Nationlarrat Paul Rechsteiner liegt vorn

SP-Nationlarrat Paul Rechsteiner liegt vorn

Keystone

Der 57-jährige Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB) ist der amtsälteste Parlamentarier auf Bundesebene. Der Rechtsanwalt ist seit 1986 ununterbrochen im Nationalrat. Er ist im Kanton St. Gallen nach Heinrich Scherrer (1911-1919) und Matthias Eggenberger (1971-1975) der dritte Sozialdemokrat im Ständerat.

Nach der Wahl sprach Rechsteiner von einer «sensationellen Wahl» und von «einer grossen Aufgabe», die ihm das St. Galler Stimmvolk übertragen habe. Paul Rechsteiner sagte, er verdanke seine Wahl den «kleinen Leuten». Für Paul Rechsteiner rückt die Wiler Stadträtin und Kantonsrätin Barbara Gysi (47) in den Nationalrat nach.

Bereits im ersten Wahlgang wurde die freisinnige St. Galler Regierungsrätin Karin Keller-Sutter mit einem Glanzresultat in den Ständerat gewählt. Seit 1999 vertraten Erika Forster (FDP) und Eugen David (CVP) den Stand St. Gallen im Bundeshaus in Bern.

Die CVP hat ihren Sitz verloren. Michael Hüppi holte im zweiten Wahlgang 36'282 Stimmen. Der politische Quereinsteiger ersetzte Eugen David, der nach dem ersten Wahlgang das Handtuch geworfen hatte. Der CVP gelang es nicht, Hüppi in fünf Wochen bekannt genug zu machen. Hüppi hatte gegen Rechsteiner und Brunner keine Chance. Die Stimmbeteiligung betrug 47,8 Prozent.

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