Bundespräsidium

SP-Fraktionschef findet Ueli Maurer als Bundespräsident untragbar

Verteidigungsminister Ueli Maurer

Verteidigungsminister Ueli Maurer

SP-Fraktionschef Andy Tschümperlin will alles daran setzen, dass Ueli Maurer nicht Bundespräsident wird. Er findet, der SVP-Bundesrat sei dafür nicht die richtige Besetzung. Maurer wäre 2013 turnusgemäss für das Bundespräsidium vorgesehen.

«Die Schweiz kann sich in dieser schweren Zeit schlicht einen solchen Bundespräsidenten auf Kollisionskurs nicht leisten», sagt Tschümperlin gegenüber dem «SonntagsBlick» und verweist bespielsweise auf Maurers Aussage in der «Zeit», wer heute in die EU wolle habe «nicht alle Tassen im Schrank»

Der SP-Fraktionschef glaubt deshalb, eine Nichtwahl Maurers wäre auch ein wichtiges Signal ans Ausland. «Die Schweizer Politik würde zeigen, dass nur wer das nötige Format hat, Regierungschef unseres Landes werden kann», sagte er gegenüber der Boulevard-Zeitung

Gegenwärtig sucht Tschümperlin nach politischen Verbündeten, um sein Anliegen durchzusetzen. Parteiintern seien bereits Gespräche im Gang. Nun werde der Dialog mit den Mitteparteien gesucht.

Die Bundesräte wechseln sich traditionsgemäss im Amt des Bundespräsidenten ab. Nächstes Jahr wäre VBS-Chef Ueli Maurer an der Reihe. (cze)

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