Sozialhilfe

Sozialgeld-beziehendes Paar hat Immobilien in Portugal verschwiegen

Die Polizei in Genf hat das portugiesische Paar überführt (Symbolbild)

Die Polizei in Genf hat das portugiesische Paar überführt (Symbolbild)

Die Genfer Polizei hat am Samstag ein portugiesisches Ehepaar angehalten, weil es mutmasslich missbräuchlich Sozialhilfegelder bezogen hatte. Die Beiden hatten zwischen 1999 und 2010 rund 450'000 Franken vom Sozialamt erhalten - trotz einer Villa und Land in Portugal.

Das Ehepaar habe wiederholt Fragen noch seiner persönlichen und finanziellen Situation nicht wahrheitsgemäss beantwortet, teilte die Genfer Polizei am Samstag mit. Der Mann und die Frau hätten angegeben, weder in der Schweiz noch im Ausland Immobilien zu besitzen. Die Beiden sind nun des Betrugs angeklagt.

Das Lügengebilde fiel im August in sich zusammen, als der Mann versehentlich der zuständigen Sozialarbeiterin erzählte, er besitze ein Haus mit 11 Zimmern im Süden Portugals. Nur wenige Tage später erzählte er von seiner Arbeit auf seinem Olivenhain.

Die Sozialfürsorge stellte sofort alle Zahlungen ein. Das Paar verliess die Schweiz definitiv Richtung Portugal und wurde während eines Schweizbesuchs angehalten, befragt und wieder freigelassen. Bei der Befragung gab es an, mangels Französischkenntnissen die Fragen nicht richtig verstanden zu haben.

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