Vorprojekt

Sonderkredit für Luzerner Tiefbahnhof einstimmig genehmigt

Kantonsrat stimmt im Bahnhof Luzern ab (Archivbild)

Kantonsrat stimmt im Bahnhof Luzern ab (Archivbild)

Der Luzerner Kantonsrat hat ein Vorsignal für den Ausbau des Bahnhofes Luzern auf grün gestellt. Er genehmigte einen Sonderkredit über 20 Millionen Franken, mit denen das Vorprojekt für einen neuen Tiefbahnhof vorfinanziert wird.

Das Parlament fällte seinen Entscheid mit 118 zu 0 Stimmen. Es unterstellte den Betrag freiwillig der Volksabstimmung. Mit seinem Ja zum Kredit setze der Kantonsrat ein landesweites Signal, sagte Baudirektor Max Pfister.

Dessen war sich der Kantonsrat bewusst. Er behandelte deshalb den Kredit in einer halbtägigen Sondersession. Nach der Detailberatung zog das Parlament in den Bahnhof, um dort unter den verwunderten Blicken von Passanten und Reisenden die Schlussabstimmung durchzuführen. Zudem unterzeichneten die Ratsmitglieder eine Resolution an den Bundesrat.

Mit der Vorfinanzierung der Planungsarbeiten will Luzern erreichen, dass der Tiefbahnhof vom Bund ins Paket Bahn 2030 aufgenommen wird. Sicher ist dies aber trotz des Sonderkredites nicht, wie Pfister einräumte.

Der Bahnhof Luzern, der fünftgrösste der Schweiz, hat seine Kapazitätsgrenze erreicht. Täglich verkehren dort 850 Züge, 700 befahren dabei die nur zweigleisige Zufahrt durch den Gütsch.

Die wichtigste Linie, die nach Zug-Zürich, ist vor den Toren Luzerns entlang des Rotsees bloss einspurig. Auch das Gleisfeld beim Bahnhof ist überbelegt. Bis 2030 dürfte die Zahl der Reisenden um 30 Prozent zunehmen.

Der Tiefbahnhof soll alle Probleme beseitigen. Ausgearbeitet worden war das Projekt Tiefbahnhof von der SBB. Die Kosten werden auf über eine Milliarde Franken geschätzt. Der Kanton Luzern dürfte etwa einen Drittel der Kosten übernehmen müssen.

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