Dem Somalier werden zudem Verschwörung zum Kapern eines Schiffes, Verschwörung zur Geiselnahme sowie Schusswaffeneinsatz im Zuge einer Geiselnahme vorgeworfen.

Bei einer ersten Anhörung entschied Bundesrichter Andrew Peck, der junge Mann habe keinen Anspruch auf das mildere Jugendstrafrecht. Er werde wie ein Erwachsener behandelt. Angaben des Vaters des Mannes, wonach der Angeklagte erst 15 Jahre alt sei, seien nicht glaubhaft, befand er.

Der Beschuldigte, der in einem blauen Overall mit Handfesseln vorgeführt wurde, weinte bei seiner Vernehmung. Er konnte sich nur durch einen Dolmetscher verständlich machen.

Der Pirat hatte in der Woche vor Ostern gemeinsam mit drei Komplizen den US-Frachter "Maersk Alabama" gekapert und den US-Kapitän Richard Phillips fünf Tage lang als Geisel festgehalten. Am Ostersonntag beendete eine US-Spezialeinheit das Geiseldrama, dabei wurden drei Piraten erschossen.