Schussabgabe
Soldat gibt versehentlich Schuss ab – vier Armeeangehörige mussten ins Spital

In der Richtstrahl-Rekrutenschule in Neunkirch im Kanton Schaffhausen hat sich bei einem Soldaten versehentlich ein Schuss gelöst. Vier Armeeangehörige mussten wegen Verdachts auf ein Knalltrauma ins Spital gebracht werden. Die Militärjustiz hat eine Untersuchung eingeleitet.

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Vier Armeeangehörige mussten wegen Verdachts auf ein Knalltrauma ins Spital gebracht werden. (Symbolbild)

Vier Armeeangehörige mussten wegen Verdachts auf ein Knalltrauma ins Spital gebracht werden. (Symbolbild)

Keystone/CHRISTIAN BEUTLER

"Am 11. Mai ist es gegen Abend in der Rekrutenschule in Neunkirch zu einer ungewollten Schussabgabe gekommen", bestätigte Armee-Sprecher Stefan Hofer am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur sda eine Meldung von "20 Minuten". Die Militärpolizei, die örtliche Zivilpolizei und die Sanität seien an den Unglücksort ausgerückt.

Was genau geschah an diesem späten Nachmittag und wie es zur Schussabgabe kam, konnte der Armeesprecher nicht sagen. Standardmässig sei eine Voruntersuchung durch die Militärjustiz eingeleitet worden, welche noch nicht abgeschlossen sei. Der Schulkommandant habe aber keine Hinweise auf ein absichtliches Verhalten feststellen können.

Der betroffene Soldat konnte die RS deshalb auch normal beenden. Er - und auch die anderen anwesenden Armeeangehörigen - kamen mit dem Schrecken davon. Sie hätten zwar wegen Verdachts auf ein Knalltrauma ins Spital nach Schaffhausen eingeliefert werden müssen, sagte Hofer, "konnten dieses aber noch am gleichen Tag wieder verlassen".

Die Ausrüstung eines Schweizer Rekruten:

Die Ausrüstung eines Rekruten. Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
50 Bilder
Sturmgewehr 90
Die Pistole erhalten nicht alle Rekruten.
Effektentasche
Grundtrageeinheit
Kampfrucksack
Militärschokolade und -biscuits
Transporttasche mit -wagen
Sackmesser
Pamir
Kleidertasche für Tenü A
Tagesrucksack
Schlafsack
Rollmütze
Gamelle
Leuchtweste
Dienstbüchlein und Leistungsausweis
Erste-Hilfe-Set
Magazin für Sturmgewehr 90
Gebissschutz
Veston (Tenü A)
Helm
Ohrenpfropfen
Ausgängerhose mit Gurt (Tenü A)
Besteck
T-Shirt funktionell
Fleece-Jacke
Bajonett
Schuhputzzeug
Kampfstiefel Die neusten Kampfstiefel hat die Armee beim italienischen Unternehmen AKU geordert. Ihre Produktionsstätten befinden sich in Rumänien.
Lange Unterwäsche
Trinkflasche
Béret
Gewehrputzzeug
Gasmaske
Unterwäsche Boxershorts, Damenslips und Unterhosen bezieht die Armee bei der Fabrik Amrit Exports in Indien und bei zwei Schweizer Firmen, die wiederum in Osteuropa produzieren.
Gurt (Tenü A)
Gurt (Tenü B/C)
Regenschutz (verstaut)
Vom Tarnanzug gibt es zwei Sorten: Arbeitsanzug für ins Feld (Tenü C) und Dienstanzug (Tenü B) für das Einrücken und ausserdienstliche Anlässe.
Tarnhose mit Gurt und Beinelastik
Krawatte
Kälteschutzanzug
Fingerhandschuhe
Roll-Shirt funktionell
Gnägi-Hemden Als die Herstellung der legendären Rollkragenleibchen im Jahr 2003 aus der Innerschweiz ins Ausland ausgelagert wurde, hagelte es politische Proteste. Ohne Erfolg. Unterdessen wurden die Leibchen in verschiedenen Ländern hergestellt. Unter anderem in Thailand, Rumänien und Indien.
T-Shirt grün
Hemden Für die Lieferung von Hemden und Blusen vergab die Armasuisse jüngst einen Auftrag an die J. Weder-Meier AG in Diepoldsau SG. Wo die Kleidungsstücke produziert werden, ist jedoch nicht bekannt.

Die Ausrüstung eines Rekruten. Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Keystone