Dies erklärte der EU-Aussenbeauftragte Javier Solana nach einer ersten Verhandlungsrunde in der Rhonestadt. An deren Rande war es erstmals seit 30 Jahren zu einer offiziellen diplomatischen Begegnung zwischen Vertretern der USA und des Irans gekommen. Einzelheiten zu dem Treffen zwischen dem amerikanischen Unterhändler William Burns und dem iranischen Unterhändler Said Dschalili wurden zunächst nicht bekannt.

Die sechs Länder und der Iran hätten sich bei den Atomberatungen darauf verständigt, Vorbereitungsgespräche für eine weitere Begegnung noch im Oktober zu führen, sagte Solana.

Dschalili sprach von "guten Beratungen". Der Iran hoffe, dass sie fortgesetzt würden und in einem Rahmenabkommen zur Lösung der anstehenden Probleme mündeten.

Solana erklärte auch, der Iran habe eingewilligt, internationale Beobachter in seine zweite Anlage zur Anreicherung von Uran zu lassen. Dazu würden in den kommenden zwei Wochen Vertreter der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA eingeladen.

Auch gebe es Fortschritte im Bemühen der fünf Vetomächte USA, Grossbritannien, China, Russland und Frankreich sowie Deutschlands, mit Teheran über die Möglichkeit zu reden, Uran ausserhalb des Landes anzureichern.

US-Präsident Barack Obama warnte die Führung in Teheran vor Verzögerungstaktik. "Unsere Geduld ist nicht unbegrenzt", sagte Obama am Donnerstag in Washington.

Das Treffen in Genf bezeichnete Obama als "konstruktiven Anfang". Diesem Beginn müssten nun aber "konstruktive Taten der iranischen Führung folgen".

Obama gestand dem Iran im Grundsatz ein Recht auf die friedliche Nutzung der Atomenergie zu.