Am 17. April lanciert die linke Führung um SP-Chef Christian Levrat den Abstimmungskampf für ihre Erbschaftssteuer-Initiative. Doch noch bevor dieser richtig losgeht, gibt es Opposition aus den eigenen Reihen. Der Berner Volkswirtschafts­direktor Andreas Rickenbacher ortet bei den Unternehmen eine grosse Verunsicherung in den letzten zwei Jahren. Das Anliegen sei zwar grundsätzlich richtig, aber die Umsetzung zurzeit «heikel und nicht sinnvoll», sagt er gegenüber dem "SonntagsBlick". Für den Präsidenten der Volkswirtschaftsdirektoren-Konferenz ist klar: «Weitere Zweifel am Wirtschaftsstandort wären im Moment Gift.»

Auch die Stadtbasler SP-Finanzdirektorin Eva Herzog will sich nicht für ein Ja exponieren. Ihr Sprecher erklärt, es gebe von Herzog keinen Positionsbezug. Wenig Freude an einer nationalen Erbschaftssteuer haben auch SP-Ständeräte: Hans Stöckli (BE) und Claude Janiak (BL) enthielten sich im Parlament der Stimme, Pascale Bruderer (AG) sagte sogar Nein. Stöckli: «Die Rückwirkung der Initiative und der Eingriff in die Steuerhoheit der Kantone machen uns zu schaffen.»