Casting-Falle

So zocken ominöse Casting-Firmen Jugendliche ab

Die «DSDS»-Juroren Patrick Nuo, Fernanda Brandao und Dieter Bohlen (v. l. n. r.)

Formate wie «DSDS» machen es vor: Der Traum von der grossen Star-Karriere am TV

Die «DSDS»-Juroren Patrick Nuo, Fernanda Brandao und Dieter Bohlen (v. l. n. r.)

In einer Tanz-Show im TV auftreten, der Traum vieler Jugendlicher. Der Weg dorthin führt über eine Casting-Show mit dem Namen «Dance-Casting» und einem kostenpflichtigem Workshop. Dieser Weg entpuppt sich aber als Falle.

Die Sendung «Kassensturz» hat es in ihrer Sendung am Dienstagabend aufgedeckt: Wie Tanzstudios den jugendlichen Traum von einer Tanz- und Gesangskarriere gnadenlos ausnutzen. So gibt es Aufrufe von Hip-Hop-Castingshows, die die Jugendlichen anlocken und ihnen versprechen, dass daraus eine grosse TV-Show werde.

Für ein wenig vermeintliche Authentizität sollen Namen von bekannten Choreographen werben. Nach dem ersten Vortanzen müssen sich die jungen Menschen manchmal für einen Workshop anmelden, der mehrere hundert, oft in Nebenjobs hart erarbeitete Franken kostet. Doch besagter Workshop findet nie statt.

Laut «Kassensturz» handelt es sich immer um die gleiche Masche. Grossspurige Werbung, sowohl mit Plakaten als auch im Internet. Anschliessend wird mit Tanzkursen, die nie stattfinden, abkassiert. Hinter den Veranstaltungen stecken dieselben Leute. Die Spuren führen in die Westschweiz, mitten in die Stadt Fribourg, zu einem kleinen Kleiderladen in einem Einkaufszentrum. Doch der Laden ist zu und der Besitzer ist untergetaucht. (az/cls)

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