Gemeindehaus Birmenstorf

So wird die Liegenschaftsfrage gelöst

Altes Gemeindehaus: Dieses soll umgebaut und künftig wieder für diverse schulische Zwecke genutzt werden. (Walter Schwager)

Gemeindehaus Birmenstorf

Altes Gemeindehaus: Dieses soll umgebaut und künftig wieder für diverse schulische Zwecke genutzt werden. (Walter Schwager)

Nach dem Nein zum Schulhausneubau in Birmenstorf sollen das alte Gemeindehaus und die Liegenschaft Badenerstrasse 27 behalten und saniert werden.

Andreas Tschopp

Das neue Gemeindehaus in Birmenstorf wurde vor Jahresfrist bezogen. In der Referendumsabstimmung vom 8. März dieses Jahres sprachen sich die Stimmberechtigten nach dem 17. März 2007 ein zweites Mal gegen einen Projektierungskredit für einen Neubau für Schule, Blockzeiten/Mittagstisch und Nebennutzungen aus. Damit wurde auch endgültig entschieden, dass die Oberstufe inskünftig in Baden unterrichtet wird.

Konzept von 2004 überprüft

Diese neue Situation machte nach Mitteilung der Gemeinde eine Überprüfung des Konzeptes «öffentlicher Raumbedarf» notwendig. Das 2004 erstellte Konzept sah einen Umbau und die Sanierung der Liegenschaft Badenerstrasse 27 für öffentliche und kulturelle Nutzungen vor. Bei der Überprüfung habe sich nun aber gezeigt, dass für die öffentlichen Nutzungsbedürfnisse die Liegenschaft auf absehbare Zeit nicht (mehr) benötigt werde, heisst es. Der Gemeinderat hat sich deshalb auch mit dem Verkauf der Liegenschaft befasst - und dagegen entschieden.

Verkaufserlös zu bescheiden

Das wird wie folgt begründet: Das Gebäude ist der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen zugewiesen und in seiner Substanz geschützt, das heisst, es darf nicht abgerissen werden. «Entsprechend zurückhaltend ist denn auch eine Verkehrswertschätzung ausgefallen», teilt die Gemeinde mit. Auf Nachfrage war zu erfahren, dass ein Erlös von 500 000 bis 600 000 Franken zu erwarten sei. Das ist für die Gemeinde zu bescheiden.

Sanierung für 180 000 Franken

Andererseits habe sich gezeigt, dass die Bausubstanz in Ordnung ist und die Liegenschaft nur energietechnisch saniert werden müsse. Dafür wird der Sommergmeind 2010 ein Kredit in Höhe von 180 000 Franken vorgelegt, schreibt die Gemeinde, die sich auch wegen der unmittelbaren Nachbarschaft des Gebäudes Badenerstrasse 27 zum neuen Gemeindehaus dafür entschieden hat, die Liegenschaft zu behalten, in der heute der Kinderhort, eine Podologie-Praxis und Wohnung untergebracht sind.

Umbau kostet 800 000 Franken

Im Weiteren hat sich der Birmenstorfer Gemeinderat auch mit der weiteren Nutzung des alten Gemeindehauses (ohne die Turnhalle) befasst. So gilt es etwa für den Mittagstisch, der heute provisorisch in der Wohnung im Mehrzweckgebäude untergebracht ist, eine definitive Lösung zu finden, die auch (späteren) Ansprüchen an die Tagesstrukturen genügt. Darüber hinaus werde die Gemeinde auch (Raum-)Bedürfnisse für die Harmonisierung Schulstrukturen, Schulleitung und -sekretariat zur Verfügung stellen müssen, heisst es. Neben dem Bedarf an Gruppenräumen sowie für Heilpädagogik, Logopädie, Deutsch als Zweitsprache, Instrumentalunterricht etc. bestehen auch konkrete Anliegen der Mütter- und Väterberatung sowie der Spitex nach einem Warte- und Beratungszimmer. All diese Bedürfnisse gedenkt der Gemeinderat nun im alten Gemeindehaus abzudecken, was einen Innenumbau voraussetzt.

Info am 19. 10., Entscheid 24. 11.

Dafür wird der Gemeindeversammlung am 24. November ein Kredit von 800 000 Franken (davon 300 000 Franken zur Sanierung der Sanitär-/Elektroanlagen sowie 65 000 Franken für die Rollstuhlgängigkeit) beantragt. Am 19. Oktober findet vorgängig noch ein Infoabend statt.

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