Krankenkasse
So will Burkhalter Kosten senken

Der Nationalrat hat am Freitag das noch von Pascal Couchepin geschnürte Sparpaket endgültig versenkt. Jetzt ist es an Nachfolger Didier Burkhalter, das Prämienwachstum in den Griff zu bekommen.

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Bundesrat Didier Burkhalter

Bundesrat Didier Burkhalter

Keystone

Gleichzeitig mit den Prämien 2011 hat er kurzfristige Massnahmen präsentiert, wie die Kosten im Gesundheitswesen gesenkt werden können. Im Einzelnen schlägt er Folgendes vor:

Wer sich in einem Spital behandeln lassen muss, zahlt neu einen Spitalbeitrag von 15 statt 10 Franken pro Tag. Der Beitrag an die Kosten des Aufenthalts wird bereits auf den 1.Januar 2011 eingeführt.

Zudem sollen künftig alle Versicherten die Tagespauschale für Kost und Logis im Spital bezahlen. Dazu muss allerdings das Krankenversicherungsgesetz geändert werden. Die Einführung ist per März 2011 vorgesehen.

Zudem will Burkhalter die so genannten Höchstvergütungsbeträge für einzelne Mittel und Gegenstände senken. Auch sollen ab 2011 nicht mehr alle Verbrauchsmaterialien und Sehhilfen bezahlt werden.

Schliesslich sollen auch Pharmafirmen und Apotheken erneut zu Konzessionen bei Preisen gebracht werden. Ihre Margen sollen sinken.

Alles in allem will Gesundheitsminister Burkhalter so rund 200 Millionen Franken oder 1 Prämienprozent einsparen. Mehr erhofft er sich längerfristig, etwa durch die Managed-Care-Vorlage, die aktuell im Parlament beraten wird. Ziel: Bis 2015 60 Prozent der Versicherten sollen einem Ärztenetzwerk angehören. (spm)