Grippe
So schützen Sie sich im Kampf gegen die Grippeviren

Erkältung und Grippe schlagen wieder zu – Winterzeit ist Grippezeit. Oktober und November sind die besten Monate, um sich impfen zu lassen, nicht alle Gruppen reagieren aber gleich. Wir geben Ihnen mehrere Tipps, um sich gegen Grippe zu schützen.

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Wenn es draussen kälter wird gilt es vorzubeugen, um nicht krank im Bett zu landen. zvg

Wenn es draussen kälter wird gilt es vorzubeugen, um nicht krank im Bett zu landen. zvg

Draussen wird es kälter und der Umsatz an Papiernastüchern steigt, weil die Nasen zu triefen beginnen. Mal ist es draussen warm, dann wieder kalt: Der ewige Wechsel der Temperaturen belastet das Immunsystem. Während viele diese kalte Zeit lieber verschlafen würden, erwacht in den Grippeviren erst das Leben. Sie suchen ein neues «Daheim» und finden im Menschen den richtigen Gastgeber.

Impfen für gewisse Gruppen empfohlen

Oktober und November sind die besten Monate, um sich gegen die Grippe impfen zu lassen. «Die Impfung ist vor allem Kindern, Kranken und Älteren zu empfehlen», sagt Infektionsspezialist Professor Dr. Wolfgang Graninger von der Uniklinik für Innere Medizin in WIen.

Gegen die Grippe impfen lassen sollten sich aber auch gesunde Menschen mittleren Alters, die viel mit Personen aus den genannten Risikogruppen zu tun haben, so Graninger. Frauen und Männer also, die beispielsweise im Altersheim arbeiten, in einem Spital, einer Schule oder im Kindergarten.

«Was man allerdings wissen sollte: Die Impfung gegen die Grippe schützt nicht vor anderen viralen Erregern, die eine Erkältung mit den Symptomen Husten, Schnupfen, Heiserkeit und Fieber auslösen», so Graninger. Impfen schützt nur vor der echten Grippe – einer plötzlichen, fieberhaften, nicht selten auch lebensbedrohlichen Erkrankung, die durch Influenza-Viren entsteht.

Tipps zur Vorbeugung

+ Insbesondere in dieser Jahreszeit sollte man sich ausgewogen ernähren und ausreichend bewegen. Besonders wichtig zur Vorbeugung einer Erkältung ist auch ausreichender, erholsamer Schlaf.

+ Viel trinken kann Erkältungen vorbeugen. So lässt sich verhindern, dass die Schleimhäute austrocknen und ihre Schutzfunktion vor Krankheitserregern verlieren. Sehr gut sind Kräutertees,

+ Um eine Ansteckung zu vermeiden, sollten Sie – wenn möglich – den Kontakt mit Erkälteten meiden (z.B in überfüllten Wartesälen zur Winterzeit). Erreger einer Erkältung können sich durch Husten oder Niesen in der Luft verteilen und haften daher auch auf Gegenständen. Berühren andere Menschen diese Dinge, können die Erreger wiederum über ihre Hände in die Atemwege der nächsten Person gelangen. Ausserdem sollten Sie nicht aus Tassen oder Flaschen trinken, aus denen bereits eine andere Person getrunken hat.

+ Auf regelmässiges Händewaschen mit Seife achten. Wasser und Seife töten Viren zwar nicht, aber sie waschen sie effektiv weg.

+ Mit einem Fussbad lassen sich die Selbstheilungskräfte des Körpers wecken. Benötigt werden zwei Fusswannen oder -schüsseln. Zuerst werden die Füsse etwa 8 bis 12 Minuten lang in einer Wanne mit 39 Grad heissem Wasser gebadet. Danach werden die Füsse einige Sekunden lang in kaltes Wasser getaucht. Anschliessend trocknet man die Haut gut ab, zieht Wollsocken an und legt sich für 20 Minuten ins warme Bett.

+ Regelmässige Saunagänge halten die Immunabwehr des Körpers fit und tragen so dazu bei, dass sich Erkrankungen wie die Erkältung leichter abwehren lassen. Wenn Sie gerade eine akute Erkältung oder sogar eine Grippe haben, wirken sich Besuche der Sauna dagegen negativ aus.

+ Trotz moderner Klimaanlagen ist es in Bahn oder Flugzeug häufig zu kalt. Zudem trocknet die Luft der Klimaanlage die Schleimhäute aus, so dass Erkältungsviren leichter angreifen können. Deswegen sollte man auf einer Reise immer einen dicken Pullover mitnehmen – und viel trinken.

+ Auch wenn es draussen kalt ist, sollte man die Heizung nicht die höchste Stufe stellen. Die Heizungsluft sorgt für trockene Schleimhäute.

+ Die Vermutung, dass die zusätzliche Einnahme von Vitamin C vor Erkältungen schützt, hat sich in Studien nicht bestätigt. (msk)