Guido Rudolphi (53) arbeitet als «Internetdetektiv». Der in Uetikon ZH wohnhafte Internetforensiker weiss, wie schlecht viele im Computerzeitalter geschützt sind. Und er kämpft erfolgreich gegen Internetkriminalität. «Mit einem guten Computer ist jedes Passwort zu knacken, sagt Rudolphi. 
«Meist reicht es aber, sich auf die Unbedarftheit der Leute zu verlassen.»

So sei der häufigste Fehler in der Passwortsetzung bei Laien, der dass die Leute Passwörter benutzen, die etwas mit ihrem Leben zu tun haben. Rudolphi: «Oft komme ich an ein Passwort heran, indem ich das Facebook-Konto einer Person anschaue».

Verschlüsselungssoftware ist Pflicht

«Wenn dort der Name des Hundes oder eines Kindes erwähnt ist, speise ich das in meine Passwort-Datenbank ein. Schwierig wird es für Hacker erst, wenn jemand ein Passwort kreiert aus etwas, was er nicht mag oder was gar keinen Bezug hat zu seinem Leben».

Im Interview mit Tele M1 gibt der IT-Datenspezialist folgende Tipps: «Bei Facebook und Social Media gilt: Das Hirn einschalten. Bei Mailprogrammen Verschlüsselungssoftware benutzen. Und GMail gar nicht brauchen.»

Denn wer seine E-Mails nicht verschlüsselt, kann leicht ausspioniert werden», sagt der Zürcher IT-Experten Guido Rudolphi. Wenn es sich um sensible Daten wie Verträge, Personendaten oder vertrauliche Informationen handelt, dann sollten diese Informationen nur verschlüsselt, d.h. für Dritte nicht einsehbar, versendet werden. (cls)