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So macht das schlaue Fricktal Kasse

Das Fricktal aus der Vogelperspektive

Das Fricktal aus der Vogelperspektive

Dank einer Fusion kommt die Gemeinde Laufenburg zu einem satten Plus in der Gemeindekasse. Auch sonst mischt das Fricktal mit kräftigen Investionen auf - und etabliert sich als Wirtschaftsmagnet.

Für Aargauer Gemeinden kann eine Fusion finanziell sehr lohnend sein, wie das Beispiel von Sulz und Laufenburg zeigt: Die Gemeinden hatten mit einem Kantonsbeitrag von rund 4 Millionen Franken gerechnet - nun erhält die neue, fusionierte Gemeinde aber satte 10 Millionen.

Der höhere Betrag ergibt sich aus der sehr unterschiedlichen Verschuldung der beiden Gemeinden. Sulz hatte sehr hohe Schulden, Laufenburg sehr tiefe. Das kantonale Gesetz schreibt vor: Je höher die Differenz der Schulden, desto höher der Beitrag des Kantons.

Begehrtes Land in Rheinfelden

Auch in Rheinfelden sitzt man auf veritablen Schätzen. So hat die Pensionskasse der Reha Rheinfelden für rund 12 Millionen Franken 11800 Quadratmeter Land verkauft. Dort sollen Eigentums- und Mietwohnungen gebaut werden, wie die Fricktaler Zeitung berichtet. Die betreffende Parzelle 474 gilt als eines der letzten grossen «Filetstücke» in der Rheinfelder Bauzone. Das Land ist der Bevölkerung als «Schlittelhang» bekannt, und gehörte bis vor kurzem der Pensionskasse der Klinik. Weil das Land zu teuer war, suchte die Reha nach Investoren. Nun wurde sie fündig: Bei der JKB Immobilien AG. Verkäufer und Käufer gründeten zusammen die Lindenallee Immobilien AG.

Geplant ist eine Üebrbauung mit Miet- und Eigentumswohnungen, Arztraxen, auch sollen Studios für Mitarbeiter der Reha möglich sein, diskutiert wird sogar ein Angebot für betreutes Wohnen in Kooperation mit der Reha. Matthias Mühlmann, administrativer Direktor der Reha Rheinfelden spricht von einem Investitionsvolumen von rund 50 Millionen Franken.

Auch in Kaiseraugst wird gebaut

Dass der Standort Fricktal ein äusserst attraktiver ist, zeigt auch eine andere Investition. Die Firma DSM Nutritional Porducts, ein Pharmaunternehmen für Vitamine, Feinmineralien und anderen Wirkstoffen, baut in Kaiseraugst einen Neubau. Für rund 20 Millionen Franken wird ein Personalrestaurant sowie Büroräume für rund 170 Angestellte.

Entsprechend erfreut war der Aargauer Regierungsrat Roland Brogli über die Investition: «Das Fricktal ist eine dynamische Region. Schön, dass die DSM Nutritional ans Fricktal glaubt.»

Es ist nicht die erste Investition in Kaiseraugst.  Die Gemeinde ist ein begehrter Standort für investitionswillige Arbeitgeber. Innerhalb von vier Jahren wurden in Kaiseraugst rund 500 Millionen investiert. «In den nächsten zwei Jahren kommen weitere 500 bsi 600 Arbeitsplätze hinzu», sagt der Gemeindeammann Max Heller in der «Neuen Fricktaler Zeitung». (cls).

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