Zum diesjährigen Weltgesundheitstag (7. April) werben die Vereinten Nationen für "gesunde Städte". Die Kampagne der WHO will Städte dazu anregen, ihren Bürgern ein gesünderes Leben zu ermöglichen.

Typische Gesundheitsprobleme in Ballungsräumen seien die Versorgung mit sauberem Wasser, chronische Krankheiten und zu wenig Bewegung, der Ausbruch von Seuchen, mangelnde Hygiene sowie Gewalt und Unfälle.

In den mehr als 30 Ländern in Asien und der Westpazifik-Region leben 800 Millionen Menschen - fast die Hälfte der Gesamtbevölkerung - in Städten. Die Zahl werde steigen, erklärte die WHO, weil die Menschen in Stadtnähe die besten Arbeitschancen sehen. "Viele der Städte sind zu schnell und unkontrolliert gewachsen", sagte der WHO-Regionaldirektor für die Region, Shin Young-Soo. "Dort werden auch die Gesundheitsrisiken grösser."

Die philippinische Hauptstadt Manila mit offiziell 11,5 Millionen Einwohnern ist nach WHO-Angaben in Asien am dichtesten besiedelt. Dort leben 15'500 Menschen auf einem Quadratkilometer. "20 Prozent der Bevölkerung lebt nach Schätzungen unter oder nahe der Armutsgrenze, und 35 Prozent leben in Slums", teilte die WHO mit.

Im vergangenen Jahr brachte ein Taifun Manila verheerende Überschwemmungen. 500 Menschen starben. Durchfall und andere Krankheiten breiteten sich aus.