Andermatt

Sklaverei auf Sawiris-Baustelle in Andermatt

Samih Sawiris vor seinen Bauprojekten in Andermatt (Archiv)

Samih Sawiris vor seinen Bauprojekten in Andermatt (Archiv)

Arbeiter der deutschen Firma Condor mussten auf Sawiris Baustellen bis zu 58 Stunden pro Wochen arbeiten - ohne Lohn. Die Unia spricht von katastrophalen Zuständen und moderner Sklaverei.

Firma mit 30 Mitarbeitern rausgeworfen: Ein Jahr vor der Eröffnung des Luxushotels Chedi in Andermatt ist die Situation auf der Baustelle angespannt. Die Mitarbeiter der deutschen Installationsfirma Condor GmbH verlangten an einer turbulenten Mitarbeiterversammlung vom Donnerstagabend die Bezahlung ihrer immer noch ausstehenden Novemberlöhne.

Am Freitagnachmittag forderte die Andermatt Swissalps AG die Generalunternehmerin umgehend auf, dafür zu sorgen, dass die Firma Condor als Subunternehmerin die Baustelle bis Ende Jahr räumt und ihre 30 Mitarbeiter abzieht, wie Swissalps-Sprecher Daniel Göring gegenüber "SonntagsBlick" bestätigt.

Die zumeist polnischen Arbeiter mussten bis zu 58 Stunden pro Woche schuften, bekamen den Lohn jedoch nur mit Verspätung oder gar nicht. Giuseppe Reo (49), Regionalsekretär der Gewerkschaft Unia Zentralschweiz, spricht von "katastrophalen Zuständen und moderner Sklaverei".

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