Depression
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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) prognostiziert für das Jahr 2020, dass Depressionen eine der wichtigsten Erkrankungen überhaupt sein wird. Auch in der Schweiz ist Depression kein Fremdwort - 345 000 Menschen sollen davon betroffen sein.

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) prognostiziert für das Jahr 2020, dass Depressionen eine der wichtigsten Erkrankungen überhaupt und in Zukunft mindestens die zweitschwerste Pathologie weltweit sein wird, bezüglich der damit verbundenen Belastung.

Konsultationen beim Hausarzt

Zwei Drittel der Konsultationen in Hausarztpraxen erfolgen gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) im Jahr 2009 durch Frauen (66,9%), ein Drittel durch Männer (33,1%). Der Geschlechtsunterschied ist bei den leichten Depressionen am stärksten ausgeprägt und nimmt mit dem Schweregrad der Depression ab. Die Zahl der Konsultationen aufgrund von Depressionen ist im jungen Erwachsenenalter (15 bis 34 Jahre) und im mittleren Alter (45 bis 54 Jahre) am höchsten, nimmt dann ab bis zum Alter von 65 bis 74 Jahren und steigt bei den Betagten (75 plus Jahre) erneut etwas an. (sza)

Damit ist nicht nur die Beeinträchtigung der Lebensqualität oder der Lebenserwartung der Betroffenen Menschen gemeint, sondern beispielsweise auch der Verlust an Produktivität, die Belastung der Angehörigen oder Folgeschäden für die Familie und das soziale Umfeld.

Schätzungsweise jede fünfte Person ist im Verlauf ihres Lebens von einer ernsthaften Depression betroffen.

Drogen und Depression

Depressionen treten oft gleichzeitig mit anderen psychischen oder körperlichen Erkrankungen auf. In der US-amerikanischen Epidemiological Catchment Area Study fanden sich in 77 Prozent der Fälle zumindest eine weitere psychiatrische Diagnose, in erster Linie Angststörungen und substanzinduzierte (Alkohol und Drogen) Abhängigkeiten.

Andere Schätzungen gehen davon aus, dass bei 75 bis 90 Prozent der Depressionsfälle andere psychische oder organische Erkrankungen gleichzeitig bestehen. Eine solche Begleiterkrankung geht unter anderem mit einer schlechteren Prognose, mit erhöhtem Behandlungsbedarf und mit einem höheren Beeinträchtigungsgrad einher.

Gemäss Hochrechnungen des Bundesamts für Statistik sind in der Schweiz rund 345 000 Menschen von einer Depression betroffen. Im Weiteren werden bei Hausärzten rund 118 000 Konsultationen aufgrund leichter, 185 000 aufgrund mittelschwerer und 42 000 aufgrund schwerer Depressionen geschätzt - 110 000 durch Männer, 235 000 durch Frauen. (sza)