Simbabwes Präsident Tsvangirai bittet um internationale Hilfe

Simbabwe hofft auf internationale Hilfe

Simbabwe hofft auf internationale Hilfe

Der langjährige Oppositionsführer und neue Ministerpräsident Simbabwes, Morgan Tsvangirai, hat die internationale Gemeinschaft zu Spenden für den Wiederaufbau des Landes aufgerufen.

Die Lage in Simbabwe sei "sehr ernst", sagte Tsvangirai bei Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen seiner Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) in Gweru, etwa 300 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Harare.

Die Koalitionsregierung seiner Bewegung und der ZANU(PF)-Partei von Präsident Robert Mugabe sei auf Spenden angewiesen, um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. "Zeigen Sie sich bitte mit der Bevölkerung Simbabwes solidarisch", sagte Tsvangirai.

Tsvangirai hatte nach monatelangen Verhandlungen einer Regierung der nationalen Einheit mit Mugabe zugestimmt. Der seit fast drei Jahrzehnten herrschende Präsident, der am Samstag 85 Jahre alt wurde, hat weiter die wichtigsten Hebel der Macht in seiner Hand.

Das einst wohlhabende Simbabwe ist ökonomisch ruiniert. Die Inflation hat Rekordhöhen erreicht, gut die Hälfte der Bevölkerung hungert.

Am Samstag war ein Team von fünf hochrangigen Vertretern mehrerer UNO-Organisationen in Simbabwe eingetroffen. Ziel der Mission sei es, sich ein Bild der humanitären Lage zu machen, sagte ein UNO-Sprecher.

Während ihres fünf Tage dauernden Aufenthalts sollen die UNO-Vertreter auch mit Präsident Robert Mugabe und dem neuen Ministerpräsidenten Tsvangirai zusammenkommen.

Mugabe hatte zu Beginn des Monats gegenüber UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon in den Besuch eingewilligt. In Simbabwe sind nach UNO-Angaben sieben Millionen Menschen - die Hälfte der Bevölkerung - auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.

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