«Signalisation ist weitgehend umgesetzt»

Verkehrskommission um Gemeindepräsident Hans Hefti (links), Gemeinderäte Kurt Schaltegger (2.v.l.) und Kerstin Moeller (Mitte) sowie Planer Peter Schneider (2.v.r.) bei der Tempo-30-Stele an der Unteren Bahnhofstrasse. (Bild Thomas Stöckli)

Tempo

Verkehrskommission um Gemeindepräsident Hans Hefti (links), Gemeinderäte Kurt Schaltegger (2.v.l.) und Kerstin Moeller (Mitte) sowie Planer Peter Schneider (2.v.r.) bei der Tempo-30-Stele an der Unteren Bahnhofstrasse. (Bild Thomas Stöckli)

Vor drei Jahren hat die Mettmenstetter Gemeindeversammlung deutlich Ja gesagt zum Verkehrssicherheitskonzept mit Tempo-30-Zonen. Nach einigen Verzögerungen treten die Änderungen nun in Kraft.

«Es ist vollbracht.» Mit diesen Worten begrüsste Tiefbauvorstand Kurt Schaltegger am Dienstagnachmittag die Mitglieder der Mettmenstetter Verkehrskommission zur ausserordentlichen Einweihung der Tempo-30-Zonen. Gemeinsam machte man sich anschliessend auf den Weg, das Werk zu besichtigen.

«Die Stelen kommen gut an bei den Leuten», so Schaltegger zu den ersten Rückmeldungen. Die Rohr-Konstruktionen lassen bewusst einen Durchblick frei, sodass sie keine Fussgänger verdecken. Generell hat man die Massnahmen so schlank wie möglich gehalten - insbesondere, wo Strassensanierungen anstehen. So ist die Belagbeschriftung dort nicht aufgezogen, sondern in einem kostengünstigeren Verfahren gespritzt.

«Mättmi hüt - für morn»

Die Idee, die bei der Autobahneröffnung anstehenden Verkehrsprobleme systematisch anzugehen, wurde vor rund sechs Jahren im Rahmen von «Mättmi hüt - für morn» geboren. Der Gemeinderat stellte in der Folge eine Verkehrskommission zusammen und beauftragte das Planungsbüro Peter H. Schneider, ein Verkehrskonzept zu erstellen.

Nebst der Kantonsstrassen, die das Dorf durchkreuzen, zeichnete sich auch in den Wohnquartieren ein Gefahrenpotenzial ab, insbesondere auf schlecht abgesicherten Schul- und Radwegen, aber auch im Zusammenhang mit Geschwindigkeitsexzessen und der zunehmenden Nutzung von Schleichwegen.

Verkehrskommission und Gemeinderat kamen deshalb zum Schluss, dass Tempo-30-Zonen die Verkehrssicherheit entscheidend verbessern können, ohne die Automobilisten stark einzuschränken. Weiter verspricht man sich eine erhöhte Wohnqualität und eine Reduktion der Verletzungsgefahr bei Unfällen.

Strafverfahren ab 16 km/h zu schnell

Tempo 30 gilt zwar grundsätzlich und ab sofort, trotzdem ist in einer ersten Phase noch nicht mit Geschwindigkeitskontrollen zu rechnen. Nach einer kurzen Angewöhnungsphase sind an verschiedenen Stellen Verkehrsmessungen vorgesehen. Wo es dann regelmässig zu Tempoüberschreitungen kommt, sind Geschwindigkeitskontrollen geplant.

Bei einer Geschwindigkeitsübertretung um bis zu fünf km/h werden dann 40 Franken fällig, bei sechs bis zehn km/h sind es 120 Franken und ab 11 km/h wird es mit 250 Franken bereits richtig teuer. Bei mehr als 16 km/h zu viel wird gar ein Strafverfahren eingeleitet und bei einer Übertretung um 30 km/h kann die Polizei den Ausweis auf der Stelle entziehen.

«Das Volk hat Schub gegeben und nun ist der Prozess immer noch am Rollen», fasst Verkehrsplaner Peter H. Schneider zusammen. Folgen werden Massnahmen an der Albisstrasse, an der Zürichstrasse und am Rössliplatz.

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