Den Abbau kündigte Siemens-CEO Joe Kaeser am Donnerstag an einer Analysten- und Investorenkonferenz in New York an. Etwa 7600 Stellen werden im Zuge der neuen Struktur wegfallen, bei der die vier Sektoren, welche die operativen Divisionen zusammengehalten hatten, aufgehoben werden. Weitere 4000 Stellen entfallen aufgrund der Neuaufteilung von Stellen in unterschiedlichen Ländern.

Kaeser konkretisiert damit seinen bereits am 7. Mai angekündigten Konzernumbau. Damals war von «rund 10000 Stellen», die abgebaut würden, die Rede. Der jetzt präzisierte Abbau kommt demnach nicht aus heiterem Himmel. Kaeser will mit dem Abbau die Kostenbasis um eine Milliarde Euro verbessern. Konzernintern läuft bereits ein anderes Kosteneinsparungsprogramm, das noch von Kaeser-Vorgänger Peter Löscher veranlasst worden war.

Über 6000 Siemens-Angestellte in der Schweiz

Kaum betroffen ist laut einem Siemens-Sprecher die Schweiz. So gab es in der Schweiz nie die vielen Stellen der Sektorenstruktur, die jetzt ersatzlos wegfällt. Und in den vier Bereichen, die Siemens in der Schweiz unterhält - Bahntechnik, Energie, Gesundheitswesen und Gebäudetechnik - verlaufe das Geschäft in der Schweiz laut eigenen Angaben «stabil und profitabel».

In der Schweiz hatte es bereits vor zwei Jahren eine grössere Restrukturierung gegeben. «Siemens hatte damals die Bereiche in der Schweiz rasch wieder in Ordnung gebracht», so der Siemens-Sprecher weiter. Dass einige wenige Stellen wegfallen könnten, sei aber nicht auszuschliessen. Alleine in der Schweiz sind gegenwärtig bei Siemens 111 reguläre Stellen offen. In Deutschland sucht Siemens rund 900 Angestellte.

Siemens beschäftigt in der Schweiz über 6000 Angestellte. Wichtigster Standort ist Zug, wo auch der weltweite Sitz der Division Gebäudetechnik ist. Diese Division bleibt gemäss der Anfang Mai bekanntgegebenen neuen Siemens-Konzernstruktur erhalten und zählt auch zukünftig zu den strategischen Kernaktivitäten bzw. Wachstumsbereichen. (nik/ang)