Trüffelhunde

Sie sind die Spürnasen unter den Familienhunden – und möchten gefordert werden

Trüffelhunde müssen mental gefordert werden

Lagottos sind hervorragende Familienhunde. Aber nicht nur.

Lagottos sind die Trüffelsuch-Hunde schlechthin. Der Schweizer Lagotto-Club feiert sein 25-jähriges Bestehen und kürt seine besten Hunde.

Lagottos sind sehr umgängliche Hunde. «Er ist freundlich, offen und sozial. Er braucht einfach Beschäftigung für den Kopf», erklärt Christine Frei, Zuchtwartin Lagotto Club Schweiz in der Sendung «tierisch» auf TeleM1. Das Tier müsse ausgelastet sein. Sie ist begeistert von den lockigen Vierbeinern: «Wenn man einem Lagotto in die Augen schaut, dann weiss man, was er denkt.»

Die Hunderasse ist in der Schweiz besonders beliebt. Der Lagotto-Club Schweiz feiert dieses Jahr sein 25-Jahr-Jubiläum, und war damit der erste, den es ausserhalb des Ursprungslandes Italien gab. «Wir haben einen riesen Zulauf und sind einer der am stärksten wachsenden Clubs in der Schweiz», sagt Präsident Claude Steiner. 

Ein Familienhund, der arbeiten will

Der Lagotto sei ein Arbeitshund, betont auch Steiner. Häufig werde er nur als Familienhund dargestellt – das sei er auch, aber eben nicht nur. «Man muss vorher mit ihm arbeiten. Wenn es etwas zu erschnüffeln gibt, dann ist er top.» Er eigne sich auch, um Leute zu suchen, beispielsweise als Lawinenhund. «Wir sind noch am Herausfinden, was man mit der Rasse noch alles machen kann.»

Bei der Trüffelsuche kann der Lagotto seine Fähigkeiten am besten unter Beweis stellen. Seine Nase arbeitet schneller und intensiver als die von anderen Hunden. Ein guter Trüffelhund beginne selbständig mit der Suche, sobald ihm der entsprechende Geruch in die Nase steige, erklärt Expertin Palma Rodler.

In seinem Herkunftsland wurde er zum Apportieren in den Sumpfgebieten eingesetzt. Als diese trockengelegt wurden, brachte man den Tieren die Trüffelsuche bei. Das kann er spielerisch bereits im Welpenalter erlernen. (kob)

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