Schweiz-Bashing

Sex, Drogen, Banker-Puff: So sieht deutsche «Bild»-Zeitung die Schweiz

Das schreibt die deutsche Boulevard-Zeitung «Bild» über die Schweiz.

Das schreibt die deutsche Boulevard-Zeitung «Bild» über die Schweiz.

Die deutsche «Bild»-Zeitung hat ein Reporterteam nach Zürich geschickt und erzählt, wie unmoralisch die Schweizer ihre Steuer-Millionen vor dem deutschen Fiskus verstecken. Selbst von einem Banker-Puff ist die Rede.

Der Steuerstreit zwischen Deutschland und der Schweiz treibt mittlerweile sonderbare Blüten. Das Geschehen spielt sich längst nicht mehr nur auf politischer Ebene ab, sondern hat inzwischen eine schon fast polemische Dimension erreicht. Die Deutsche Boulevard-Zeitung «Bild» schickte ihre Reporter nach Zürich, um den Lesern direkt aus dem Steuerparadies, wo vor dem Fiskus unseres nördlichen Nachbars geschätzte 200 Milliarden von Steuer-Euros versteckt werden, zu erzählen, wie unmoralisch es dort zu und her geht.

«Sex und Drogen im Steuerparadies» lautet die Schlagzeile. Und dann wird mit den Klischees nur so losgebrettert: «Zürich, Schweiz, die Stadt, in der Geld gewaschen und gebunkert wird. Geld aus Waffendeals, von Despoten – aber eben auch von deutschen Mittelständlern. Ich, der BILD-Reporter, bin in Europas Zentrum für Steuerflüchtlinge unterwegs, frage Banker, wie es wirklich ist.» Dann erfährt man nicht wirklich Erhellendes über ein «Banker-Puff», über die vielen Luxus-Shops an der Bahnhofstrasse und die Strategien, mit denen man die Deutschen und andere ausländische Kunden in die gierigen Schlünde der Grossbanken lockt.

Ein Banker kommt zu Wort und sagt im Zusammenhang mit dem Fall «Uli Hoeness»: «Hoeness wird sicher nicht der letzte prominente Deutsche sein, den sie erwischen. Aber die Deutschen lieben die Schweizer Banken so sehr, dass sie trotzdem bleiben.» (ku)

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1