Waffenplatz Thun
Seuche in der Armee: Es war das Noro-Virus

Am Freitag war der gesamte Waffenplatz in Thun in Aufruhr. Unzählige Soldaten litten unter Brechdurchfall und mussten medizinisch versorgt werden. Nun herrscht Klarheit: Es handelte sich wie vermutet um das heimtückische Noro-Virus.

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Ein Soldat der Schweizer Armee im Einsatz (Symbolbild)

Ein Soldat der Schweizer Armee im Einsatz (Symbolbild)

Keystone

«Die Laboruntersuchung hat ergeben, dass es sich tatsächlich um einen Noro-Virus gehandelt hat», sagt Walter Frik, der stellvertretende Informationschef der Armee, gegenüber der az. Er weist darauf hin, dass die Ansteckung nicht über Lebensmittel erfolgt sei, sondern vermutlich extern durch einen Soldaten eingeschleppt worden sei.

«Die Erkrankung hat sich anschliessend im Esssaal verbreitet, weshalb sich knapp 10 Prozent der Angehörigen der Armee, welche in Thun verkehrten, angesteckt haben», so Frik. Betroffen waren insgesamt 90 Personen.

Noch vier Soldaten in Behandlung

Durch die schnelle Isolierung der betroffenen Personen, und die anschliessende Desinfektion der Kantine sowie der Unterkünfte hätte man die Verbreitung rasch stoppen können.

Einige Patienten hätten jedoch ihr Wochenende zumindest teilweise im Dienst verbringen müssen. «Rund 30 Patienten konnten den Wochenendurlaub im Laufe des Samstag antreten, nachdem sie mindestens 24 Stunden ohne Symptome waren. Weitere 56 konnten den Wochenendurlaub gestern im Verlauf des Sonntags antreten», so der Armeesprecher.

«Bis gestern Sonntagabend verblieben vier Soldaten mit Symptomen im medizinischen Zentrum.» (agt)

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