Beim Doppel-Anschlag im Dorf Chasna rund 20 Kilometer östlich von Mossul kamen nach Polizeiangaben rund 30 Menschen ums Leben, 135 weitere wurden verletzt. In dem Dorf leben vor allem Angehörige der kleinen kurdischen Schabak-Gemeinschaft, welche sich zum schiitischen Islam bekennt. Durch die Explosion wurden zudem 35 Häuser zerstört.

Auch zwei Anschläge in Bagdad galten offenbar den Schiiten. Im Viertel Hai al Amel ging am Morgen eine Bombe hoch, die in einem Zementsack versteckt war. Wie die Polizei und das Innenministerium mitteilte, wurden dabei sieben Menschen getötet und 46 weitere verletzt.

Im nördlichen Stadtviertel El Schurta explodierte eine Autobombe. Neun Menschen starben und 36 wurden verletzt. Unter den Todesopfern waren den Angaben zufolge zahlreiche Tagelöhner. Sie hatten an den beiden Anschlagsorten auf Arbeit gewartet.

Erst am Freitag waren bei einer Anschlagserie im Irak, die sich zum grössten Teil gegen schiitische Gläubige richtete, mehr als 45 Menschen getötet und 300 verletzt worden. Beim schwersten Anschlag in Mossul wurden 37 Menschen getötet.

Dort hatte ein Selbstmordattentäter sein Auto in die Luft gesprengt, als Gläubige aus einer Moschee kamen. Die Moschee und mehrere Gebäude stürzten ein. In Bagdad kamen zehn weitere Menschen ums Leben.

Die Gewalt im Irak war in den vergangenen Monaten zurückgegangen. Besonders in Mossul gibt es aber immer noch regelmässig Anschläge. In der zweitgrössten Stadt des Landes leben mehrheitlich Sunniten, es gibt auch grosse kurdische und christliche Gemeinden.