Serie von Bombenanschlägen erschüttert Bagdad - mindestens 35 Tote

Tote bei Anschlägen in Bagdad

Tote bei Anschlägen in Bagdad

Knapp drei Monate vor dem geplanten Abzug der US-Soldaten aus den irakischen Städten nimmt die Gewalt im Irak wieder zu. In der Hauptstadt Bagdad starben durch eine Serie von Autobomben-Anschlägen mindestens 35 Menschen.

Mehr als 100 Zivilisten wurden nach Spital- und Polizeiangaben verletzt, als die Sprengsätze auf Märkten und in Strassen detonierten. Eine Bombe galt offenbar dem Auto eines hochrangigen Mitarbeiters im Innenministerium. Sie tötete einen seiner Leibwächter und einen Passanten.

Massir al-Aisawi, ein Parlamentarier der Fraktion des radikalen Schiiten-Predigers Muktada al-Sadr, sagte, hinter den Anschläge steckten "Geheimdienstkreise im Land und von ausserhalb". Diese wollten offensichtlich durch Terroranschläge erreichen, dass die US-Truppen ihren für Ende Juni geplanten Abzug aus den irakischen Städten verschieben.

Ab Juli sollen amerikanische Soldaten keine Stützpunkte mehr in den Städten und Dörfern des Iraks unterhalten. Der Abzug ist Folge davon, dass die Gewalt in den vergangenen Monaten deutlich zurückgegangen ist. Experten schlossen nicht aus, dass die Angriffe eine Reaktion auf Razzien der irakischen Regierung gegen sunnitische Kämpfer sein könnte.

Auch in den Provinzen kam es zu zahlreichen Gewalttaten. In der nördlichen Stadt Mossul und in der Kleinstadt Duluija (Provinz Salaheddin) kamen bei Bombenanschlägen insgesamt vier Zivilisten und zwei Polizisten ums Leben.

In der Ortschaft Dschalula nordöstlich von Bagdad erschossen Unbekannte drei Zivilisten. Und das US-Militärkommando meldete, in der Provinz Dijala sei während eines Kampfeinsatzes am Sonntag ein amerikanischer Soldat getötet worden.

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