Migration
Serbische Roma drängen in die Schweiz

Die Zahl der Asylsuchenden aus Serbien ist in den letzten Monaten explodiert. Vor allem Angehörige der Roma strömen in die Schweiz, wie die „NZZ am Sonntag“ berichtet.

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Roma-Kinder in Frankreich (Archiv)

Roma-Kinder in Frankreich (Archiv)

Keystone

Im Dezember 2009 haben die Schengen-Staaten die Visumspflicht für Serbien, Montenegro und Montenegro aufgehoben; seither schnellt die Zahl der Asylsuchenden aus diesen Ländern in die Höhe. Besonders augenfällig ist die Veränderung im Fall von Serbien. Die Zahl der Asylgesuche stieg innerhalb von einem Jahr um 58 Prozent an. „Rund 70 Prozent der serbischen Gesuchsteller gaben an, den Roma anzugehören", sagt Marie Avet vom Bundesamt für Migration.

Die Schweiz begegnet der Flut von Asylanträgen, indem sie die Rückkehrhilfe für abgewiesene Gesuchsteller von bisher 400 Franken auf 100 Franken reduziert hat. Doch Amnesty International Schweiz glaubt nicht, dass sich die Flüchtlinge allein von finanziellen Motiven leiten lassen. „Der Hauptgrund für die neue Flüchtlingswelle ist die miserable Lage, in der sich die Roma in Serbien befinden", sagt Denise Graf von Amnesty International Schweiz.

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