Freikirche

Seon will keine Freikirche im Dorf

Bleibt eine Vision Visualisierung des Harvest-Komplexes in Seon. zvg

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Bleibt eine Vision Visualisierung des Harvest-Komplexes in Seon. zvg

Das Ende für das Sport- und Kongresszentrum der Stiftung Harvest Network International in Seon kam schneller als erwartet: Der Gemeinderat zog vorgestern einen Schlussstrich unter das 70-Millionen-Franken-Projekt.

Fritz Thut

Eine Woche nachdem Vertreter von Harvest Network International versucht hatten, der Seoner Bevölkerung an einem Orientierungsabend ihr Projekt mit Dreifachturnhalle samt grosser Bühne, angeschlossenem Seminartrakt mit Cafeteria, einem Bürogebäude und vier Mehrfamilienhäusern schmackhaft zu machen, beschloss der Gemeinderat Seon, das notwendige und bereits vorbereitete Umzonungsverfahren erst gar nicht zu starten. Grund für den Verzicht sind gemäss einer gestern Dienstag verbreiteten Pressemitteilung die negativen Reaktionen der Bevölkerung am Orientierungsabend.

In der äusserst emotional geführten Diskussion wurden ausschliesslich kritische Anmerkungen zu Projekt und Investor gemacht. Die Harvest-Vertreter verstanden es nicht, Vorbehalte zu zerstreuen. Die Stiftung, gemäss Einschätzung der evangelischen Informationsstelle www.relinfo.ch eine «charismatischen Freikirche», blieb über ihre Ausrichtung und ihre Absichten zu vage.

Bevölkerung sagt klar nein

Die Bevölkerung habe dem Gemeinderat «klar zu verstehen gegeben, dass ein solches Projekt in der Gemeinde Seon keinen Platz finden wird», begründet der Gemeinderat den Abbruch der Übung. So können viele Umtriebe, die ein Umzonungsverfahren für 2 Hektaren mit sich bringt, eliminiert werden.

Harvest-Präsident Andi Kunz zeigte sich gestern gegenüber der AZ enttäuscht vom Entscheid: «Das ist schade für uns, doch müssen wir dies so akzeptieren.» Seine Organisation müsse sich nun von Neuem auf die Suche nach einem geeigneten Gelände für den Neubau des Stiftungssitzes machen.

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