Erstmals sei das ganze Rudel auf St. Galler Gebiet nachgewiesen worden, teilte die St. Galler Staatskanzlei am Freitag mit. Anwohner und Jäger konnten am Donnerstag kurz vor 16 Uhr aus einer Distanz von etwa 500 Metern sehen, wie die Wölfe ruhig talauswärts zogen.

Die Tiere hätten immer wieder zu den Menschen hin geschaut und seien dann im Wald verschwunden, heisst es. Wo sich das Rudel jetzt aufhält, ist nicht bekannt.

Bei den zehn Wölfen handelt es sich um zwei Eltern mit sechs Welpen. Die beiden weiteren Wölfe könnten letztjährige Jungtiere oder zugewanderte erwachsene Wölfe sein. Die Wildhüter aus St. Gallen und Graubünden versuchen, mit DNA-Proben die Herkunft und Abstammung aller Tiere herauszufinden.

Im Kanton St. Gallen besteht ein Wolf-Konzept. Dieses sieht vor, dass die verschiedenen Interessengruppen miteinander in Kontakt stehen. Zudem werden Betroffene beraten und allfällige Massnahmen diskutiert.