Statistik

Senioren begehen immer mehr Strassenverkehrsdelikte

Die meisten der verurteilten Senioren waren viel zu schnell, betrunken oder ohne Ausweis gefahren.

Die meisten der verurteilten Senioren waren viel zu schnell, betrunken oder ohne Ausweis gefahren.

Die Zahl der Autofahrer über 70, die wegen eines schweren oder mittelschweren Strassenverkehrsdelikts verurteilt werden, hat im letzten Jahr einen Höchststand erreicht.

Sie lag bei 1706, wie die «NZZ am Sonntag» unter Berufung auf Angaben des Bundesamts für Statistik berichtet. Die meisten der Verurteilten waren viel zu schnell, betrunken oder ohne Ausweis gefahren. 2008 waren es noch 865 verurteilte Senioren gewesen.

Das gleiche Bild, nämlich eine Verdoppelung innerhalb von zehn Jahren, zeigt sich bei den Führerausweisentzügen. Letztes Jahr mussten 8400 Autofahrer über 70 ihren Ausweis abgeben. Hauptgründe für die Entwicklung seien die Alterung der Schweiz und das Mobilitätsverhalten der Senioren, schreibt die «NZZ am Sonntag». «Der Anstieg der Verurteilungen von über-70-jährigen Autofahrern ist Ausdruck davon, dass in der Schweiz immer mehr ältere Menschen leben, dass immer mehr von diesen einen Fahrausweis besitzen und dass diese Fahrausweisbesitzer immer mehr Auto fahren», sagt Stefan Siegrist, stellvertretender Direktor der Beratungsstelle für Unfallverhütung.

Allerdings sind Senioren anfälliger darauf, Strassenverkehrsdelikte zu begehen. «Altersbedingte Krankheiten können das Risiko von Verkehrsdelikten erhöhen», sagt Siegrist.

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