Senioren bauen immer mehr Unfälle, das zeigt eine Auswertung der «Sonntagszeitung». Im Gegensatz dazu fahren alle anderen Bevölkerungsgruppen immer sicherer.

Im vergangenen Jahr gingen von rund 210'000 Unfällen 4'500 auf das Konto von Autofahrern, die über 70 Jahre alt sind – Tendenz steigend. Die meisten davon wurden von Männern verursacht. Die Unfälle führten zu 413 Schwerverletzten und 45 Toten.

Besonders jene Fälle, bei denen die älteren Lenker unversehrt, andere Verkehrsteilnehmer jedoch schwer verletzt oder getötet werden, nahmen seit 2011 um 20 Prozent zu.

Trotz dieser Statistik will der Bund nicht auf die neue Erkenntnisse reagieren. Sämtliche Ideen für eine verstärkte Kontrolle bei Senioren, die im kommenden Via-Secura-Paket vorgeschlagen wurden, hat er abgelehnt.

Die steigende Zahl von Senioren am Steuer vermag den neuen Höchststand nicht abschliessend zu erklären. Ein wesentlicher Grund dürfte jedoch die Demenz-Erkrankung sein. Jährlich erhalten 16000 Personen mit einem Führerausweis eine solche Diagnose. Das kann verheerende Folgen nach sich ziehen. Hinzu kommt, dass Senioren erst ab dem 70. Lebensjahr alle zwei Jahre zum Fahreignungstest antreten müssen. (nch)