Auf dem schnellsten Weg auf den Gipfel, zehn Minuten auf der Aussichtsterrasse, ein Gang durch den Eispalast und schliesslich ein rascher Stehlunch mit Nudelsuppe.

Die südkoreanischen Touristen legen auf ihren Besuchen in den Schweizer Alpen ein beeindruckendes Tempo hin. Da bleibt einigen Reisenden auf der Fahrt vom Jungfraujoch nur noch das Nickerchen.

Gestern Paris, heute Jungfrau und Mailand

Um 7 Uhr ging es schliesslich schon los in Wilderswil – am Vorabend waren die südkoreanischen Touristen noch in Paris, nach ihrem Besuch auf dem Jungfraujoch geht es weiter nach Mailand. Zehn Tage dauert ihre Europareise.

«Ich habe gehört, dass die Schweiz bekannt ist für ihre schönen Landschaften», sagt die Touristin Jeongwon Cho auf der Fahrt zum Jungfraujoch. Berge und Seen, das erhofft sie sich zu sehen auf ihrer Stippvisite in der Schweiz.

Werbung auf Facebook und Co.

«Südkorea ist für uns ein sehr bedeutender Markt», sagt Urs Kessler, CEO der Jungfraubahnen. Und er bestätigt den Trend – die Besucherzahlen aus Südkorea steigen: «Dieses Jahr wieder um einen Drittel.»

Dass die asiatischen Gäste nach ihren Touren fleissig Werbung machen für die Schweiz, dürfte da eine nicht unerhebliche Rolle spielen. «Für die südkoreanischen Touristen sind Selfies ein wichtiger Bestandteil der Reise», sagt Tourist Hyonngwon Cho. Diese landen anschliessend in sozialen Medien wie Facebook oder Twitter. (nch/sda)