Jemen

Selbstmordattentat auf britischen Botschafter im Jemen

Auf dieser Strasse wurde der Anschlag verübt

Auf dieser Strasse wurde der Anschlag verübt

Ein Selbstmordattentäter hat laut dem Innenministerium in Sanaa versucht, den britischen Botschafter im Jemen zu töten. Allerdings starb nur der Terrorist, als er auf einer Strasse unweit der britischen Botschaft in Sanaa einen Sprengstoffgürtel zündete.

Nach Angaben von Spitalärzten wurden zudem drei Passanten verletzt - eine Frau und zwei Männer. Der Botschafter blieb unversehrt.

Kurz danach habe der Diplomat die Stelle passiert. Die Explosion war nach Angaben von Augenzeugen so heftig, dass der Kopf des Terroristen vom Rumpf abgetrennt und auf das Dach eines nahe gelegenen Hauses geschleudert wurde.

Die Augenzeugen sagten, der Terrorist sei jung gewesen und habe eine braune Schuluniform getragen. Er hatte sich für den Anschlag eine rund zwei Kilometer von der Botschaft entfernte Strasse ausgesucht, in der Autofahrer aufgrund von Bauarbeiten langsam fahren mussten.

Die britische Botschaft wurde bis auf weiteres geschlossen. Das Aussenministerium in London warnte nach der Attacke wegen der Gefahr von Terroranschlägen vor Reisen in den Jemen: "Wir raten allen britischen Staatsangehörigen, sich unauffällig zu verhalten und wachsam zu sein."

Alle westlichen Botschaften in Sanaa sind wegen der hohen Terrorgefahr schon seit Jahren hinter hohen Mauern und Betonblöcken versteckt. Die Aktivitäten der Kaida-Terroristen im Jemen nehmen seit etwa zwei Jahren zu. Um dem gewachsenen Fahndungsdruck in der Heimat zu entgehen, haben sich in dem südarabischen Land auch einige Extremisten aus dem benachbarten Saudi-Arabien niedergelassen.

Wegen Anschlagsdrohungen durch das Terrornetzwerk Al-Kaida waren Anfang des Jahres die britische, die französische und die US-Botschaft vorübergehend geschlossen worden.

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