Ausstandsbegehren

Seilziehen um Sesselbahn Weissenstein geht in die nächste Runde

Seilbahn Weissenstein sorgt weiter für rote Köpfe (Archiv)

Seilbahn Weissenstein sorgt weiter für rote Köpfe (Archiv)

Das Seilziehen um die historische Sesselbahn auf den Solothurner Hausberg Weissenstein geht weiter. Der Schweizer Heimatschutz (SHS) hat beim Bund ein Ausstandsbegehren gestellt. Er wehrt sich dagegen, dass das Bundesamt für Verkehr (BAV) das Verfahren durchführt.

Damit ist das Konzessions- und Plangenehmigungsverfahren sisiert, wie Gregor Saladin, Mediensprecher des Bundesamtes für Verkehr (BAV), auf Anfrage einen Bericht der "Solothurner Zeitung" bestätigte. Der SHS fordert, dass die Kontrollstelle für Seilbahnen und Skilifte (IKSS) das Verfahren übernimmt.

Über das Begehren entscheidet nun das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Dieses kommt "so schnell wie möglich" zu einem Entscheid, wie Mediensprecher Daniel Bach auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte.

Er erklärte, dass die Parteien den Entscheid des UVEK ans Bundesverwaltungsgericht weiterziehen können. Ein allfälliger Weiterzug könnte den Bau der neuen Gondelbahn zusätzlich verzögern. Der Weissenstein droht in der nächsten Saison ohne Seilbahn dazustehen.

Neben dem nun sistierten Konzessions- und Plangenehmigungsverfahren kämpfen die Gegner der Gondelbahn auch gegen den Richtplan des Kantons für den Weissenstein. Dieser muss ebenfalls noch vom UVEK genehmigt werden.

Gegen den Richtplan des Kantons waren 46 Beschwerden von Privaten, Gemeinden und Verbänden hängig. Für den Erhalt der historischen Sesselbahn kämpfen der Schweizer Heimatschutz und der Verein Pro Sesseli.

Sie haben eine Stiftung gegründet und wollen die Sesselbahn der Seilbahn Weissenstein AG abkaufen. Für diese kommt ein Verkauf jedoch nicht in Frage. Sie plant eine Bahn mit 50 Sechser-Gondeln, die bis zu 900 Personen pro Stunde auf den Weissenstein transportieren soll.

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