SP-Spitze

«Sehr fundamentalistisch»: Yvonne Feri entschuldigt sich für scharfe Kritik am Duo Meyer/Wermuth

Yvonne Feri hofft auf einen neuen SP-Präsidenten aus der Mitte der Partei. Wermuth und Meyer sind ihr zu links für den Job.

Yvonne Feri hofft auf einen neuen SP-Präsidenten aus der Mitte der Partei. Wermuth und Meyer sind ihr zu links für den Job.

Die Aargauer SP-Nationalrätin Yvonne Feri hat sich bei Mattea Meyer für ihre Aussage entschuldigt, die sie Mitte Dezember gegenüber verschiedenen Medien gemacht hat. Sie sagte damals, die Zürcher SP-Nationalrätin und Cédric Wermuth seien «sehr fundamentalistisch unterwegs».

Feri schreibt der AZ, sie habe sich mit Meyer über den Ausdruck unterhalten und sich im Gespräch für dessen Verwendung entschuldigt. An der inhaltlichen Kritik am Duo Meyer/Wermuth hält sie fest: «Ich bin weiterhin klar der Meinung, dass wir an der Spitze unserer Partei eine Person oder Personen brauchen, welche innerhalb der SP mittig sind.» Für die Wahl am Parteitag im April wünscht sie sich eine Auswahl von Kandidatinnen und Kandidaten.

Meyer und Wermuth treten gemeinsam als Nachfolger von SP-Präsident Christian Levrat an. Sie sind bis jetzt die einzigen Kandidaten. Sie stehen sich in ihrer politischen Ausrichtung sehr nahe. Das zeigt ein Blick auf ihr Smartvote-Profil.

Links Meyers Profil, rechts jenes von Wermuth.

Links Meyers Profil, rechts jenes von Wermuth.

Beide sind der Ansicht, dass dadurch Parteimitglieder mit abweichenden Positionen nicht unterrepräsentiert sein würden. Sie sehen in der Einheit einen Vorteil. Wermuth sagte am Montag im «TalkTäglich» von Tele M1: «Ein Präsidium muss eine klare Position haben.» Diese könne man ausdiskutieren – mit den Vizepräsidentinnen und -präsidenten sowie der Fraktion.

Die Highlights aus dem «Talk Täglich» mit Meyer und Wermuth

Meyer und Wermuth: Sind sie die richtigen für ein Co-Präsidium der SP?

  

Er und Meyer sind überzeugt, dass das Co-Präsidium ein Zukunftsmodell ist. Meyer sagt: «Die Zeit der Einzelkämpferinnen und Einzelkämpfer, die alles können und machen, ist vorbei.» Man sei viel stärker, wenn Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten am gleichen Strick zögen.

Der «Talk Täglich» in voller Länge

Gemeinsame Kandidatur Co-Präsidium SP Schweiz

Sie kennen sich gut, stehen sich politisch nahe und haben Erfahrung im Zusammenarbeiten. Er war Präsident der Juso. Sie war Vizepräsidentin. Nun wollen Cédric Wermuth und Mattea Meyer gemeinsam das Erbe von Christian Levrat antreten.

(mwa)

Meistgesehen

Artboard 1