Securitas macht «Grossrazzia» in Buchser Asylunterkunft

Heute früh haben 15 Securitas-Männer in Begleitung von 4 Polizisten das Asylzentrum Torfeld 2 in Buchs gefilzt. Dass die Kontrolle von einer privaten Wachfirma vorgenommen wurde, ist für das zuständige Departement nichts Aussergewöhnliches.

Merken
Drucken
Teilen

Von oben bis unten durchsuchten die Securitas-Männer das Zentrum Torfeld 2. «Es geht darum das Hausrecht durchzusetzen. Dazu braucht es die Polizei nicht. Wir können der Polizei so den Rücken freihalten», sagt Jean-Marie Suter, Leiter Fachbereich Unterbringung und Betreuung im kantonalen Sozialdienst.

Die Polizei tauchte trotzdem auf, damit sie hätte eingreifen können, wenn Massnahmen erforderlich gewesen wären, die nicht in der Kompetenz der Securitas gelegen hätten.

Die Securitas-Männer suchten im Torfeld 2 nicht nach Drogen, sondern nach Fremdschläfern, also Personen, die nicht ins Asylzentrum gehören. «Das Torfeld hat sich in den letzten zwei Wochen zum Fremdschläfer-Platz entwickelt», begründet Suter die Aktion. Heute früh war sie allerdings ein Schlag ins Wasser. Fremdschläfer hat die Securitas keine gefunden.

Auch Drögeler nutzen das Heim als Schlafstätte

Es haben dabei nicht nur abgewiesene Asylsuchende aus anderen Zentren im Torfeld genächtigt, sondern auch Schweizer. Unter ihnen auch Drogenkonsumenten, wie Suter sagt. Selbst Ausländer, die kein Asylgesuch gestellt haben, sollen das Torfeld 2 als Schlafplatz genutzt haben.

Damit Fremdschläfer nicht weiter ins Torfeld 2 gelangen, hat das Departement Hochuli Securitas-Männer am Eingang postiert. Tauchen Fremdschläfer auf, werden diese mit einem Hausverbot belegt und der Polizei gemeldet. «Wir wollen hier Ordnung haben», so Suter.

Wie lange die Kontrolle bleibt, ist laut Suter noch offen. Es dürfte sich dabei aber nicht um eine kurzfristige Massnahme handeln. (rsn)