Warnung
Seco warnt vor aufkommendem Adressbuchschwindel

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) warnt vor Faxmitteilungen bestimmter Absender, die dazu auffordern, Firmen in ein Register eintragen zu lassen. Es handelt sich um einen Schwindel, der Betroffene teuer zu stehen kommt.

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In den letzten Wochen seien zahlreiche Beschwerden eingegangen, teilte das SECO am Dienstag mit. Diese beträfen Faxmitteilungen, die suggerierten, man würde sich in offizielle Register eintragen, wenn man sie unterzeichnet zurückschicke.

Wer den Fax zurückschickt, schliesst laut dem SECO für mindestens ein bis zwei Jahre einen Vertrag ab, der monatlich einen erheblichen Betrag kostet. Betroffene werden teilweise telefonisch kontaktiert, um sie zum Unterschreiben zu verleiten. Dabei wird ihnen weisgemacht, sie würden mit der Unterschrift einen bestehenden Eintrag kündigen.

Die Warnung des Seco gilt für folgende «Unternehmen»:

- Branchenverzeichnis Zürich (Fax n° 031 544 15 61)

- Business Data Limited (044 575 34 59)

- Das Branchenverzeichnis (021 588 03 17)

- Firmenkatalog 2012 (044 515 46 53)

- Gewerbe- und Wirtschaftsverlag Sàrl (061 544 73 55)

- Handelsregisterdatenbank (044 575 32 67)

- Örtliche-Branchen-Auskunft (044 575 32 67)

- Sabryem St Company's SRL Bucarest (022 545 79 44)

- Unternehmensdatenbank (031 560 40 04)

- UPA Verlags-GmbH (028 212 55 17)

Wer das Papier unterzeichnet und zurückgeschickt hat, kann den Vertrag innerhalb eines Jahres seit Entdeckung des Irrtums oder der Täuschung schriftlich anfechten, wie das SECO schreibt.

In einem eingeschriebenen Brief sollte die betroffene Person erklären, dass sie getäuscht wurde und den allenfalls abgeschlossenen Vertrag wegen Irrtums und absichtlicher Täuschung als unverbindlich betrachte. Sollte die Gegenpartei auf der Verbindlichkeit beharren und Klage erheben, entscheidet ein Gericht.