Atomstreit

Sechser-Gruppe vereinbart weitere Gespräche zu Irans Atomprogramm

Iranische Atomenergie-Anlage in Arak (Archiv)

Iranische Atomenergie-Anlage in Arak (Archiv)

Die sogenannte Sechser-Gruppe aus den fünf UNO-Vetomächten und Deutschland hat bei einem Treffen auf Ebene der UNO-Botschafter in New York weitere Gespräche über neue Sanktionsbeschlüsse gegen den Iran vereinbart.

"Wir bereiten uns auf die Fortsetzung dieser Diskussionen hier in New York und in mehreren Hauptstädten in den kommenden Tagen und Wochen vor", sagte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Susan Rice. Der bisherige Meinungsaustausch sei "lohnend" gewesen.

Die UNO-Botschafter der Sechser-Gruppe trafen in der britischen UNO-Vertretung in New York zusammen, um über einen US-Vorschlag zu beraten, mit dem Sanktionen gegen die iranischen Revolutionsgarden verhängt werden sollen. Diese stehen im Verdacht, den Atomwaffensperrvertrag zu verletzen.

"Wir haben konstruktive Vorschläge gehört", sagte der russische UNO-Botschafter Witali Tschurkin. Der chinesische UNO-Botschafter Li Baodong erklärte, sowohl die Beratungen über Sanktionen als auch der Versuch einer diplomatischen Einigung mit dem Iran würden fortgesetzt. Dabei liege der Akzent derzeit auf den diplomatischen Bemühungen.

Einige westliche Staaten werfen Teheran vor, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung von Kernkraft ein militärisches Atomprogramm zu entwickeln. Teheran bestreitet dies.

Das iranische Atomprogramm wurde am Donnerstag auch anlässlich der Unterzeichnung des neuen START-Abkommens zwischen US-Präsident Barack Obama und Russlands Staatschef Dmitri Medwedew in Prag erörtert.

Neue UNO-Sanktionen wegen des iranischen Atomprogramms könnten nicht ausgeschlossen werden, da Teheran auf "eine Reihe konstruktiver Kompromissvorschläge" nicht reagiert habe, sagte Medwedew. Obama sprach sich in Prag für "kluge und starke" Strafmassnahmen gegen den Iran aus.

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