Das grosse SVZ Ripshausen ist das erste seiner Art in Europa. Neben verschiedenen kleineren Zentren wird die Schweiz künftig auf der Nord-Süd-Achse zwei grosse SVZ betreiben. Das zweite in Monteforno im Tessin ist in der Planungsphase und wird frühestens 2011 in Betrieb genommen.

Das SVZ steht im Zusammenhang mit dem "Tropfenzählsystem", das nach der Katastrophe im Gotthard-Strassentunnel vom 24. Oktober 2001 in Betrieb genommen wurde. Beim Zusammenstoss zweier Lastwagen kamen damals elf Personen ums Leben.

Mit dem "Tropfenzählsystem" dürfen die Lastwagen heute nur noch dosiert in den Gotthardtunnel fahren. Damit konnte die Sicherheit im Tunnel erheblich erhöht werden, so Erwin Wieland, Vizedirektor des Bundesamtes für Strassen (ASTRA).

Diese Lösung bedingt aber Warteräume. Diese sind heute grösstenteils auf Autobahnfahrbahnen und - Pannenstreifen eingerichtet und stellen ein Sicherheitsproblem dar. Mit der Inbetriebnahme des Abfahrsraumes im SVZ Ripshausen können die Warteräume in Uri und Nidwalden aufgehoben werden.

Weiter in Betrieb bleibt der Warteraum in Knutwil LU; dort sucht man noch nach einer definitiven Lösung. Ebenfalls in Betrieb bleibt die Dosierstelle unmittelbar vor dem Tunnelportal in Göschenen UR.