Statistik

Schweizerkarte des Alters: Ländlichen Regionen überaltern zunehmend

Ländliche Regionen überaltern zunehmend, während die Bevölkerung in den Städten vergleichsweise jung ist. (Symbolbild)

Ländliche Regionen überaltern zunehmend, während die Bevölkerung in den Städten vergleichsweise jung ist. (Symbolbild)

Auf 100 Erwerbstätige kommen in der Schweiz immer mehr Rentner – im Durchschnitt sind es bereits 28,4. Doch die Entwicklung ist regional unterschiedlich. Das zeigen neue Zahlen des Bundesamts für Statistik, die der „Schweiz am Sonntag“ vorliegen.

Lange Zeit zog es junge Familien aufs Land, nun hat der Trend gekehrt. Viele ländliche Gebiete überaltern zunehmend. Prozentual am meisten Senioren leben in den Regionen Goms VS, Surselva GR, Thun BE und im Glarner Hinterland. Dort liegt der sogenannte Altersquotient bei über 35, das heisst, auf 100 Erwerbstätige kommen mehr als 35 Senioren. Ganz anders sieht es in Städten wie Zürich, Nyon und Zug aus. Dort beträgt der Quotient weniger als 25. Eine Ausnahme ist die Stadt Basel, die mit einem Quotienten von rund 32 eine relativ alte Bevölkerung aufweist.

Gemäss den neuen Daten sind die Kantone Freiburg, Zug, Aargau und Zürich «junge» Kantone. Die vier «ältesten» Kantone sind das Tessin, Basel-Landschaft, Schaffhausen und Jura. Die Entwicklung hat grosse gesellschaftliche und finanzielle Auswirkungen.  «Die Städte sind nicht nur für die Ausbildung und Jobs attraktiv, sondern bieten häufig auch kulturell mehr», sagt Soziologe und Altersforscher, François Höpflinger zur „Schweiz am Sonntag“. Während die Städte von jungen Zuzügern aus dem In- und Ausland profitieren, erleben ländliche Gebiete eine starke Abwanderung von Arbeitskräften.

«Diese regionalen Unterschiede werden noch weiter zunehmen.» Heute machen die über 65-Jährigen im Verhältnis zu den Erwerbstätigen 28,4 Prozent aus. Doch dieses Verhältnis ändert sich. Bereits in fünfzehn Jahren beträgt der Altersquotient 43 und steigt bis 2060 auf 53. So die Prognosen. Dann stehen einem Rentner nur noch zwei Erwerbstätige gegenüber. Noch in den 1970er Jahren hatten fünf Arbeitende für einen Senior aufzukommen.

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