Schweizer Tierschutz macht gegen Importeier mobil

Gefärbtes Osterei

Gefärbtes Osterei

Der Schweizer Tierschutz (STS) will dafür sorgen, dass bis Ende 2010 keine Eier aus Käfighaltung mehr in den Osternestern landen. Ein Dorn im Auge sind ihm die Importeier, die weniger strengen Auflagen unterliegen als Eier aus der Schweiz.

In der Schweiz ist die Haltung von Legehennen in Käfigbatterien seit dem Jahr 1981 verboten. Nicht so im Ausland: Abgesehen von Österreich kennt beispielsweise kein EU-Staat ein Käfigverbot. Der STS schätzt, dass jährlich rund 40 bis 80 Millionen dieser Käfigeier in die Schweiz gelangen. Er fordert ein Ende dieser "importierten Tierquälerei".

Als Ursache für den steigenden Absatz macht der Tierschutz die Gastronomie und das eierverarbeitende Gewerbe wie Bäckereien aus. Für diese stünden allzu oft nur der Preis und nicht die Qualität im Vordergrund, schreibt der STS in einem Communiqué.

In Zusammenarbeit mit Gastronomie und Verarbeitern startet der Tierschutz die Kampagne "Essen mit Herz". Die Kampagne soll die Vorteile des Schweizer Eis hervorstreichen und beispielhafte Anstrengungen auszeichnen. Ziel: Stopp des Imports von Käfigeiern bis Ende 2010.

Die Importeier haben lauten Angaben des Tierschutzes eine grosse Bedeutung in der Schweiz. Jährlich werden rund 770 Millionen Eier importiert, wovon zwei Drittel verarbeitet werden oder in der Gastronomie landen. Im Laden verkaufte Eier stammen in 28 von 100 Fällen aus dem Ausland.

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