Umfrage
Schweizer Soldaten sehen keinen Sinn in der Armee

Eine Umfrage unter Armeeangehörigen kommt zu einem vernichtenden Schluss: Weniger als 40 Prozent geben an, mit ihrem Militärdienst einen Beitrag zur Sicherheit der Armee zu leisten und stellen damit die «Raison d’’être» der Armee in Frage.

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Soldaten beurteilen die Existenzberechtigung der Armee kritisch.

Soldaten beurteilen die Existenzberechtigung der Armee kritisch.

KEYSTONE

So hat sich die Armeeführung das Ergebnis einer Umfrage unter 11 497 Soldaten und Kadern der Armee nicht vorgestellt: «Die Resultate sind teilweise nicht so, wie sie sein sollten», sagt Christoph Brunner, Informationschef der Armee gegenüber der «NZZ». Tatsächlich erhält die Armee zwar gute Noten, wenn es um die Kameradschaft (94 Prozent beurteilen sie als gut) oder die Kompetenz der Vorgesetzten geht. Im Kernbereich, nämlich dem Sinn und Zweck der Armee, fällt das Urteil jedoch vernichtend aus: Nur 38,2 Prozent der Befragten geben an, mir ihrem Militärdienst einen Beitrag zur Sicherheit der Armee zu leisten. Und weniger als 30 Prozent würden einem Bekannten eine militärische Weiterbildung empfehlen.

Gemäss dem Bericht der «NZZ» hat Armeechef André Blattmann Gegenmassnahmen eingeleitet und eine Informationsoffensive gestartet. Jeder der rund 150 000 aktiven Armeeangehörigen, die 2013 einrücken müssen, soll über Sinn und Zweck sowie die Weiterentwicklung der Schweizer Armee aufgeklärt werden. (nch)

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