Schweiz

Schweizer Soldaten im Kosovo: Saufen und Bordellbesuche

Alltag der Schweizer Soldaten im Kosovo

Auf Youtube sind unter «Krasse Ferien ohne Rechnung» zahlreiche Filmchen zu finden, die undisziplinierte Soldaten zeigen.

Saufgelage, demolierte Unterkünfte und Bordellbesuche: Sieht so der Alltag der Schweizer Soldaten im Kosovo aus?

Bei den Swisscoy-Soldaten im Kosovo herrschen bedenkliche Zustände. Personen aus dem engsten Führungskreis um Kommandant Hannes Göldi berichten von desolaten Zuständen und bedenklichen Zwischenfällen in der Swisscoy 21. Führungslosigkeit, Chaos, Alkoholexzesse und Prostitution seien laut der aktuellen Ausgabe der «Weltwoche» an der Tagesordnung.

Hauptplatz des Geschehens sei das Camp Casablanca in der Nähe von Suva Reka. Die 210 Schweizer sind dort neben Truppen anderer Nationen stationiert. Im Internet kursiert ein Video von Schweizer Soldaten, die eine Granate unter einer Eisschicht explodieren lassen.

Unterkünfte demoliert

Doch damit nicht genug: Fast jeden Abend werde gefeiert, in vielen Fällen gar bis zum Umfallen. Ausgangspunkt der wilden Saufpartys im Kontingent 21 soll ein Holzbau mit dem Übernamen «Pulverfass» sein. Die ganze Woche hindurch soll es dort zu regelrechten Alkoholexzessen kommen. Das Wochenblatt berichtet von einem Fall, wonach ein Mechaniker der Logistikkompanie in einer Kontrolle der Militärpolizei mit 0,9 Promille hängen blieb.

Immer wieder soll es zu Sachbeschädigung gekommen sein. Soldaten warfen in ihren Unterkünften mit Bierflaschen um sich, traten Türen ein, zerschlugen Einrichtungen, rissen Handtuchhalter herunter.

Bordellbesuche in Skopje

Der Bund soll den Soldaten überdies ein sogenanntes «Welfare»-Angebot offeriert haben - eine Art Ferienangebot zur Erholung. Zur Wahl sollen die mazedonisch Hauptstadt Skopje und der bulgarische Skiort Borovets gestanden haben. An beiden Destinationen taten sich die Soldaten gemäss «Weltwoche» als eifrige Bordellbesucher hervor.

Nach eigenen Angaben wollte das Wochenblatt mit dem verantwortlichen Kommandant Hannes Göldi über die Vorfälle sprechen. Dieser soll aber derzeit im Ausland weilen und sei für eine Stellungnahme nicht erreichbar. (sza)

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