Ab nächstem Jahr sollen Schweizer Grenzwächter auch die EU-Grenze vor Migranten und Schleppern schützen. Zwei entsprechende Verträge zwischen der Schweiz und der Europäischen Union sind bereits in Kraft, über ein drittes und letztes Abkommen wird seit August verhandelt.

Dieses soll «so rasch als möglich» abgeschlossen werden, wie eine Sprecherin der Eidgenössischen Zollverwaltung der «NZZ am Sonntag» sagt. Die EU-Grenzschutz-Behörde Frontex geht davon aus, dass der Vertrag «in den nächsten Wochen» unterzeichnet wird.

Damit sind alle rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, dass ab nächstem Jahr Schweizer Grenzwächter an Einsätzen zur Sicherung der EU-Aussengrenze teilnehmen können. Vorgesehen ist, dass die Schweiz der EU «rund dreissig Grenzwächter» zur Verfügung stellt.

«Das Grenzwachtkorps wird vor allem Fachleute wie Dokumenten- und Fahrzeug-Spezialisten entsenden», sagte die Sprecherin der Zollverwaltung, zu der das Grenzwachtkorps gehört. «Einsätze auf hoher See dagegen sind undenkbar.» Die Schweiz rechnet damit, dass sie die Beteiligung an Frontex rund drei Millionen Franken pro Jahr kostet.