Die Schülerinnen und Schüler erreichen beim Lesen, Hören und Sprechen sehr gute Leistungen, die über den Erwartungen liegen, wie es in dem am Donnerstag vom Kanton Schaffhausen veröffentlichten Bericht der Fachhochschule Nordwestschweiz heisst.

Rund drei Viertel der Schülerinnen und Schüler verstehen kurze, klar aufgebaute Geschichten in groben Zügen. Rund die Hälfte der Schülerinnen und Schüler kann die Hauptinformationen aus kurzen, deutlich gesprochenen Texten entnehmen.

Die Schülerinnen und Schüler wurden weiter zu ihrer Motivation und Freude am Englischunterricht befragt. Auch diese Messergebnisse würden ausgesprochen erfreulich ausfallen, heisst es im Bericht.

Zudem untersuchte die Fachhochschule Nordwestschweiz weitere Einflüsse auf die Leistungen im Englischunterricht. Vorteile haben Mädchen mit hohem Bildungshintergrund und guten Wohnverhältnissen ohne Angst und Stress im Unterricht und mit einem positiven Selbstbild.

Eher unwichtig ist hingegen Mehrsprachigkeit im Zusammenhang mit dem Erfolg beim frühen Englischlernen. Dass Migrantenkinder durch die zusätzliche Sprache überfordert seien, werde durch diese Ergebnisse deutlich entkräftet, heisst es im Bericht weiter.

Knapp 1500 Schüler befragt

Das Projekt "Einflussfaktoren für den Lernerfolg von Englisch an der Primarschule" untersuchte den Lernstand von Schülerinnen und Schülern nach zwei Jahren Englischunterricht. Ausgewertet wurden die Daten von 1473 Schülerinnen und Schülern aus den Kantonen Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Schaffhausen, St. Gallen, Zug und dem Fürstentum Liechtenstein.

Die Kinder in den Schweizer Kantonen waren zum Testzeitpunkt in der 5. Klasse, die Kinder aus dem Fürstentum Liechtenstein beginnen ein Jahr früher mit dem Englischunterricht, also in der 4. Klasse.

Im Oktober und November 2010 wurden die Tests für das Hör- und Leseverstehen durchgeführt, im März und April 2011 wurden zusätzlich 297 Schülerinnen und Schüler im Bereich des Sprechens getestet.